• Wohnen ist Menschenrecht! Die soziale Frage ums Wohnen in Wien bis heute

    Soziale Spaltung, Verdrängung, Mietpreisexplosion – seit Jahren ist die Auseinandersetzung um leistbaren Wohnraum ein zentrales politisches Thema in vielen Städten, in Frankfurt wie in Erfurt. Wien gehört zu den Städten mit der weltweit höchsten Lebensqualität. Dies liegt nicht zuletzt an einem einzigartigen System der Wohnbaupolitik. Die Versorgung
    mit sozialem Wohnraum ist in Österreich durch einen engen Zusammenhang zwischen Wohnbauförderung und dem Agieren gemeinnütziger Bauvereinigungen gekennzeichnet. Die Wurzeln des sozialen Wohnungsbaus reichen dabei bis zur Jahrhundertwende zurück und erlebten vor allem in den 1920er Jahren zu Zeiten des “Roten Wiens” einen ersten Höhepunkt.

    Wir wollen uns auf Spurensuche nach Geschichte und Gegenwart der Gemeindebauten in Wien begeben, uns mit Akteur*innen der gemeinnützigen Wohnungswirtschaft, Gewerkschafter*innen, Vertreter*innen der Arbeiterkammer, Stadtforscher*innen und Mieter*inneninitiativen treffen. Dabei wollen wir auch der Frage nachgehen, welche Antworten auf die Herausforderungen auf dem Wohnungsmarkt für die Situation in der Bundesrepublik übertragbar sind. Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 14 begrenzt.

    Die Übernachtungen mit Frühstück im Hotel Korotan vom 07.05. bis 12.05.2023 sind im Teilnahmebeitrag enthalten,
    werden aber direkt beim Hotel beglichen. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr, Seminarende Freitag um 15.00 Uhr. Die Anreise erfolgt individuell. Es steht nur eine begrenzte Anzahl Einzelzimmer zur Verfügung.

    Kooperationspartner*innen
  • Thüringer Meer, Blaues Gold, Grünes Band – die Vielfalt im Naturpark erleben!

    In Deutschland gibt es kaum einen vielfältigeren Naturpark als den 830 Quadratkilometer großen Naturpark Thüringer Schiefergebirge/Obere Saale. In fünf sehr unterschiedlichen Naturräumen beherbergt er eine enorme geologische und
    biologische Vielfalt, die auch unterschiedlichsten menschlichen Bedürfnissen entgegenkommt. Naturliebhaber und Kulturinteressierte kommen ebenso auf ihre Kosten wie Ruhebedürftige und Gesundheitsbewusste.


    Wir werden uns in der Seminarwoche u.a. mit folgenden Themen beschäftigen:
    • Aufgaben, Besonderheiten und Arbeit des Naturparks
    • Forst, Urwald, Wildnis
    • historischer Schieferbergbau und was wir heute davon noch sehen können
    • Grünes Band statt Eiserner Vorhang
    • die Saale und ihre Bedeutung für Wasserkraft und Tourismus bis heute
    • die Bedeutung von Streuobstwiesen und Vermarktung der Produkte


    Untergebracht sind wir im Haus des Volkes in Probstzella mit seiner Bauhaustradition und Geschichte in der Arbeiterbewegung. Das wollen wir zum Anlass nehmen, uns neben der Historie und aktuellen Lage des Hauses auch mit dem Thema „Arbeiterbewegung und Naturschutz aus historischer und aktueller Sicht“ zu beschäftigen.


    Die Übernachtungen vom 24.09. bis 29.09.2023 sind im Teilnahmebeitrag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr

    Kooperationspartner*innen
  • Die Insel Wangerooge im Spannungsfeld zwischen Naturschutz, Lebensqualität und Tourismus

    Inmitten der Nordsee liegt die Insel Wangerooge. Auf rund fünf Quadratkilometern leben Menschen und Tiere in einer einmaligen Landschaft in und mit der Natur. Gerade im Sommer kommen täglich Schiffe voller Tourist*innen auf die Insel und wollen die Schönheit und Ruhe der Insel erleben. Sie suchen die Nähe zur Natur, mitten im niedersächsischen Wattenmeer. Das vor unserer Küste liegende Wattenmeer ist das größte Wattengebiet der Erde. Zum Lebensraum Wattenmeer zählen neben dem eigentlichen Watt auch Dünen, Salzwiesen, Sandbänke, Priele und angrenzende Meeresgebiete. Diese Einzigartigkeit wird in Deutschland durch drei Nationalparks geschützt und die UNESCO unterstreicht sie durch die Anerkennung des Wattenmeeres als Weltnaturerbe. Wir wollen uns in dieser Woche mit den Besonderheiten der Insel und des Wattenmeers beschäftigen und die Natur auf geführten Wanderungen erleben. Auch wird es um das Spannungsfeld Natur und Tourismus gehen. Wir werden mit Expert*innen vor Ort über Nachhaltigkeit und Umweltbewusstsein sprechen und auf die Geschichte der Insel blicken. Um den (Gezeiten-) Kreis zu schließen, wollen wir auch die Insulaner*innen und ihre Lebensbedingungen kennen lernen.


    Die Übernachtungen vom 03.09. bis 09.09.2023 sind im Teilnahmebeitrag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

    Kooperationspartner*innen
  • Naturpark Vogelsberg im Spannungsfeld zwischen Naturschutz und wirtschaftlicher Entwicklung

    Im Hohen Vogelsberg liegt der älteste Naturpark der Bundesrepublik. Der Vogelsberg ist das größte zusammenhängende Basaltmassiv Europas, bis heute prägt es das Vogelsberger Landschaftsbild. Bedingt durch den Rückgang der Landbevölkerung und den wachsenden Tourismus kommt dem Schutz der Landschaft, dem regionalen ökologischen Wirtschaften und dem Artenschutz eine besondere Bedeutung zu. Interessenskonflikten zwischen Naturschutz, Freizeitbedürfnissen und Wirtschaftsentwicklung werden wir in dieser Region immer wieder begegnen. Wie kann hier ein nachhaltiges Zusammenspiel aussehen?
    Durch Exkursionen und Gespräche mit Menschen vor Ort wollen wir erkunden, wie der Naturpark seine Aufgaben umsetzt. Dabei werden wir uns mit Themen wie dem Lebensraum „Streuobstwiesen“, den Auswirkungen des Klimawandels auf Flora und Fauna, dem Zugang zu Wasser als ein Grundrecht und dem Ausbau einer umweltverträglichen und zugleich menschengerechten Infrastruktur befassen.


    Seminarbeginn ist Montagmorgen 10.00 Uhr. Die Übernachtungen vom 18.09. bis 22.09.2023 sind im Teilnahmebeitrag enthalten. Die Anreise erfolgt individuell.

    Kooperationspartner*innen
  • Der Einsatz von Betriebsärzt*innen – Die DGUV-Vorschrift 2 unter die Lupe genommen

    Die betriebsärztliche Betreuung und die Betreuung durch die Fachkraft für Arbeitssicherheit spielt bei der Gewährung arbeitsmedizinischer sowie sicherheitstechnischer Belange im Betrieb nach wie vor eine große Rolle. Das Erarbeiten und Verstehen der Vorschriften im Arbeits- und Gesundheitsschutz stellt jedoch nicht selten eine Herausforderung dar. Die Regelungen der DGUV-Vorschrift 2 machen hierbei keine Ausnahme. Im Seminar werden wir uns den mehrstufigen Aufbau der Vorschrift praxisnah und anhand von Beispielen erarbeiten, so dass sie im Betrieb bestimmungsgemäß Anwendung finden kann.

    Thematische Schwerpunkte

    • Die Bedeutung betriebsärztlicher und sicherheitstechnischer Betreuung im Betrieb
    • Eck- und Anwendungspunkte der DGUV-Vorschrift 2
    • Zusammenwirken mit anderen Rechtsvorschriften
    • Schnittstellen zu wichtigen Arbeitsbereichen der Interessenvertretungen
    • Die betriebsspezifische Betreuung
    • Handlungsanforderungen und Ansätze für die Interessenvertretungen
  • Gewählt, was nun? – Grundlagenschulung für die Schwerbehindertenvertretungen (SBV)

    Die Schwerbehindertenvertretungen sollen in vertrauensvoller Zusammenarbeit mit dem Arbeitgeber und dem Betriebs-/Personalrat die Eingliederung und Teilhabe der (schwer-)behinderten Kolleg*innen im Betrieb oder der Dienststelle fördern, ihre Interessen dem Arbeitgeber gegenüber vertreten und ihnen beratend zur Seite stehen. Kein leichtes Unterfangen. Die Schwerbehindertenvertretungen werden häufig mit einer Vielzahl von Fragen aus den unterschiedlichsten (Rechts-)bereichen konfrontiert. Im Seminar wollen wir euch Schritt für Schritt an eurer Amt heranführen. Neben den begrifflichen und rechtlichen Grundlagen sowie den Rechten und Pflichten der Schwerbehindertenvertretung gehen wir auch auf die Zusammenarbeit mit den unterschiedlichen Akteuren ein und geben euch eine Vielzahl von Handlungsmöglichkeiten und Tipps für eure tägliche Praxis mit auf den Weg.

    Thematische Schwerpunkte

    • Das SGB IX und wichtige Grundbegriffe
    • Die Situation der (schwer-)behinderten Menschen im Betrieb
    • Rolle und Aufgaben der SBV
    • Rechte und Pflichten der SBV
    • Zusammenarbeit mit inner- und außerbetrieblichen Akteuren
    • Die Pflichten des Arbeitgebers
    • Handlungsimpulse für eine gelingende SBV-Arbeit
  • Arbeitsrecht I – Die Begründung eines Arbeitsverhältnisses

    Die Arbeit in einer betrieblichen Interessenvertretung erfordert grundlegende Kenntnisse über die Inhalte und Gesetze der Arbeitswelt und der dazu ergangenen Rechtsprechung sowie den Umgang damit. Im Seminar wird zunächst das Basiswissen über die Strukturen des vielschichtigen Arbeitsrechtssystems vermittelt und es werden arbeitsrechtliche Grundbegriffe geklärt. Weiterhin besprechen wir die rechtlichen Probleme, die sich im Zusammenhang mit der Anbahnung, der Begründung sowie den Bestand eines Arbeitsverhältnisses (Rechte und Pflichten) ergeben können. Bei allen inhaltlichen Punkten werden die jeweiligen Beteiligungsrechte der gesetzlichen Interessenvertretungen dargestellt.

    Thematische Schwerpunkte

    • Prinzipien der Normenpyramide
    • Unterschied zwischen individuellen und kollektiven Arbeitsrecht
    • Arbeiten mit juristischen Regelungen und Normen
    • Arbeitsvertrag und Arbeitnehmer*innenbegriff
    • Das Bewerbungsverfahren
    • Arbeitsvertragsklauseln
    • Ruhen des Arbeitsverhältnisses
    • Mitbestimmungs- und Informationsrechte der Interessenvertretungen
  • Betriebsräteseminar I – Aller Anfang ist gar nicht so schwer!

    Um die Interessen der Arbeitnehmer*innen im Sinne ihrer Schutzfunktion konsequent und wirksam zu vertreten, muss sich der Betriebsrat über seine Ziele im klaren sein und die gesetzlichen Möglichkeiten kennen und nutzen. Aber „Aller Anfang ist gar nicht so schwer!“ wenn man sich die nötigen Kenntnisse des Betriebsverfassungsgesetzes systematisch aneignet. Gemeinsam wollen wir eine Schneise in den Paragraphendschungel schlagen und Lösungen für betriebliche Probleme entwickeln. Das Seminar vermittelt die wichtigsten rechtlichen Grundlagen für Einsteiger*innen in die Betriebsratsarbeit. Dabei geht es insbesondere um die Fragen, wann der Betriebsrat informiert werden muss, welche Mitbestimmungsrechte existieren, welche Gesetze man kennen muss und wie man sie praktisch anwenden kann.

    Thematische Schwerpunkte

    • Historische Entwicklung der Betriebsverfassung
    • Selbstverständnis und Aufgaben des Betriebsrates
    • Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
    • Gesetze und Kommentare für die Betriebsratstätigkeit
    • Informationsbeschaffung und Informationspolitik
    • Beschlussfassung des Betriebsrates
    • Rechtliche Handlungsmöglichkeiten
  • Betriebsvereinbarungen – Wie geht das?

    Betriebsvereinbarungen sind das wichtigste Gestaltungsmittel für Betriebsräte. jedoch sind viele Betriebsräte unsicher über die Geltungsbereiche und die Ausgestaltung von Betriebsvereinbarungen. Welche Inhalte dürfen überhaupt geregelt werden und worauf gilt es zwingend zu achten? Im Seminar werden Grundkenntnisse zum Tarifrecht und zu den Inhalten, der Umsetzung und Durchsetzung von Betriebsvereinbarungen behandelt.

    Thematische Schwerpunkte

    • Begriff und Zweck von Betriebsvereinbarungen
    • Abgrenzung von Betriebsvereinbarungen zu Tarifverträgen – Tarifvorrang und Öffnungsklausel
    • Erzwingbare und freiwillige Betriebsvereinbarungen
    • Inhalt und Form von Betriebsvereinbarungen
    • Beendigung von Betriebsvereinbarungen
    • Nachwirkungen von Betriebsvereinbarungen
  • Betriebsversammlungen organisieren und durchführen

    Betriebsversammlungen sind das Sprachrohr des Betriebsrates zu den Kolleg*innen im Betrieb. Hier hat der Betriebsrat die Möglichkeit und die Pflicht die Belegschaft über seine Arbeit zu informieren, Erfolge zu kommunizieren, aber auch direkt auf die Darlegung bestimmter Sachverhalte durch den Arbeitgeber zu reagieren. Betriebsversammlungen erzielen dann ihre Wirkung, wenn es der Betriebsrat schafft, diese interessant und abwechslungsreich zu gestalten. Gründlich und klug vorbereitet stärken sie zudem die Verhandlungsposition des Betriebsrates gegenüber dem Arbeitgeber durch den Rückhalt aus der Belegschaft.

    Thematische Schwerpunkte:

    • Gesetzliche Grundlagen der Betriebsversammlung
    • Von der Einladung bis zur Protokollführung – Der formelle Ablauf
    • Zwingende Inhalte und Akteure
    • Wer spricht wann? – Strategische Gedanken zur Ablaufplanung
    • Den Tätigkeitsbericht interessant und abwechslungsreich gestalten
    • Tipps zur Gestaltung von redebeiträgen
    • Die Belegschaft einbeziehen – Eine sachliche Diskussion fördern
    • Umgang mit Störungen