• Abgesagt – Fachtag „Angriff von Rechts?“

    Die Veranstaltung musste leider abgesagt werden. Eine Anmeldung ist daher nicht möglich.

    10.12.2021, von 14.00 Uhr bis 18.00 Uhr – Digital über BigBlueButton

    Betriebsräte sind eines der wichtigsten Instrumente, um Arbeitnehmer*innenrechte in Betrieben und Konzernen durchzusetzen. Dabei geht es auch um das Miteinander von Kolleg*innen, egal woher sie kommen, egal wen sie lieben, egal welches Geschlecht sie haben. Denn im Betrieb sollte gelten „Kolleg*in ist Kolleg*in.“ Doch immer mehr Kolleg*innen berichten von sexistischen und rassistischen Äußerungen und Ausgrenzungen. Die Bundestagswahlergebnisse in Thüringen zeigen dabei, dass die Hemmschwelle, rassistische und nationalistische Parteien zu wählen, weiter sinkt. Doch was bedeutet dies für die Betriebsratswahlen 2022? Wir wollen uns durch Expert*innen aus Gewerkschaften, Betrieben und der Wissenschaft aufzeigen lassen, wie rechte Listen und Kandidat*innen in Betrieben agieren, und warum dies eine Verschlechterung der Arbeitssituation für uns alle bedeuten kann.

    Im Rahmen des neuen Projektes „Connect – Vielfalt durch Teilhabe“ des DGB-Bildungswerk Thüringen, welches sich gemeinsam mit Betriebsräten und Arbeitnehmer*innen gegen Verschwörungsmythen, Rassismus und Rechtsextremismus im Betrieb stellt, wollen wir uns Zeit nehmen, um über all dies zu sprechen und einen Auftakt für weitere Aktivitäten zu setzen.

    Bitte melden Sie sich bis zum 03.12.2021 an.

    Programm

    14.00 Uhr

    Begrüßung, technische Erläuterungen und einführendes Gespräch

    14.25 Uhr

    „Betriebsratswahlen als basisdemokratisches Element zur Bekämpfung von Diskriminierung“ von Renate Sternatz (ver.di, Kandidatin als stellvertr. Bezirksvorsitzende des DGB Hessen-Thüringen)

    14.50 Uhr – Pause

    15.00 Uhr

    „Rechtspopulismus, Arbeitnehmer*innen und Gewerkschaften“ – Vortrag und Gespräch mit Richard Detje (Autor und Sozialwissenschaftler)

    16.00 Uhr – Pause

    16.15 Uhr

    Expert*innengespräch „Wie gehen wir mit rechtsradikalen Kandidat*innen auf Betriebsratslisten und Diskriminierung im Betrieb um und was macht das mit den Kolleg*innen im Betrieb?“

    17.30 Uhr – Pause

    17.40 Uhr

    Verabschiedung und Ausblick auf die Betriebsratswahlen 2022

    18.00 Uhr – Ende der Veranstaltung

    Der Fachtag „Angriff von Rechts? Betriebsratswahl 2022 und Aktivitäten rechter Akteure wird im Rahmen des Projekt „Connect – Vielfalt durch Teilhabe“ durchgeführt.

    * Die Teilnahme erfolgt über einen eigenen Server des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. mit BigBlueButton. Zur Teilnahme benötigt man nur einen Web-Browser: Am besten eignet sich eine aktuelle Version von Firefox oder Chrome/Chromium, spezielle Software ist nicht nötig.

    Für die Teilnahme ist keine Kamera oder Mikrofon notwendig. Falls vorhanden, wird beides beim Betreten des Raums automatisch ausgeschaltet. Für Fragen in der Veranstaltung kann das eigene Mikrofon genutzt werden, es steht aber auch ein Chat zur Verfügung, in dem die Fragen gestellt werden können.

    Unsere Datenschutzerklärung für Online-Veranstaltungen findet ihr hier.

    Finanzierung

    Das Projekt „Connect – Vielfalt durch Teilhabe“ wird im Rahmen des Bundesprogramm „Betriebliche Demokratiekompetenz“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und durch das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration administriert.

  • Bildungsarbeit diskriminierungssensibel gestalten

    Diskriminierungssensibilität, Intersektionalität, Rassismuskritik … !? Was verbirgt sich hinter diesen Begriffen und warum ist es wichtig, sich damit im Kontext von Bildungsarbeit zu beschäftigen? Diesen Fragen wollen wir in dem Workshop nachgehen. Im Mittelpunkt steht jedoch die Frage, was Diskriminierungssensibilität für die eigene Praxis ganz konkret bedeutet. Welche Handlungsoptionen haben wir in der Rolle als Lernbegleitende und auch als Anbietende von Bildungsformaten vor dem Hintergrund von Machtgefälle, Privilegien und Ausgrenzungen? Was ist unsere eigene Haltung?

    In dem Workshop werden wir folgende Themen diskutieren und bearbeiten:

    • Reflexion verinnerlichter Denkmuster im Rahmen der eigenen Rolle
    • Erkennen und Benennen von Machtverhältnissen in Methoden und Materialien
    • Diskriminierungssensible Interaktion mit Zielgruppen
    • Entwicklung von Ansätzen zur Überwindung von Diskriminierungen, Ausloten von Handlungsspielräumen.

    Neben kurzen Inputs wird es viel Raum für Selbstreflexion und Austausch untereinander geben.

    Der Workshop richtet sich an alle in der Bildungsarbeit tätigen Menschen sowie Interessierte.

    Die Teilnehmenden werden über die Hygieneauflagen zum Corona-Infektionsschutz rechtzeitig informiert.

    Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes MOSaIK des DGB Bildungswerkes Thüringen e.V. in Kooperation mit der Landesorganisation der freien Träger in der Erwachsenenbildung Thüringen (LOFT) e.V. statt.

    Vielen Dank für die Unterstützung durch Mittel des TMBJS.

  • „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!“ Ein Wochenendseminar zur Diskussion um Meinungsfreiheit und Political Correctness

    Immer wieder in der öffentlichen Diskussion: Das Thema Meinungsfreiheit und der Vorwurf, es dürfe in Deutschland nicht alles frei öffentlich diskutiert werden. Häufig haben Menschen das Gefühl, in „die rechte Ecke“ gestellt zu werden oder, dass ihre Meinungsfreiheit beschränkt wird, wenn sie bestimmte Begriffe oder Sprüche benutzen, die heute als rassistisch oder sexistisch gelten.

    Doch was hat es mit dem Recht auf Meinungsfreiheit überhaupt auf sich? Woher kommt es historisch und was beinhaltet es? Und was nicht? Wann ist etwas sinnvollerweise politisch korrekt und werden Begriffe zu Recht hinterfragt und wann ist es eine zu weitgehende Beschneidung individueller Freiheit? Wie sollten gesellschaftliche Debatten aussehen, damit sie zum einen frei geführt werden können und zugleich solidarisch und diskriminierungsfrei sind und niemanden verletzen oder herabsetzen?

    Mit diesen Fragen wollen wir uns am Wochenende des 26.-28.11.2021 gemeinsam auseinandersetzen. In verschiedenen Phasen wollen wir uns die gesellschaftlichen Debatten anschauen, die Perspektiven unterschiedlicher Gruppen kennen lernen und unsere eigenen Positionen austauschen.

    In den Blick genommen wird insbesondere die Rolle gesellschaftspolitisch aktiver Gruppen wie beispielsweise Gewerkschaften bei Diskussionen um Meinungsfreiheit. Gemeinsam wollen wir erarbeiten, wie ein bewusster und verantwortungsvoller Umgang mit Aussagen wie „Das wird man ja wohl noch sagen dürfen“ aussehen kann.

    Im Seminar wird es Raum geben für inhaltliche Impulse, Erfahrungsberichte und Austausch zu historischen, rechtlichen, gesellschaftspolitischen und ganz persönlichen Perspektiven rund um das Thema Meinungsfreiheit.

    Das Seminar beginnt am 26.11.2021 um 18.00 Uhr und endet am 28.11.2021 um 14.00 Uhr und findet im ver.di Bildungszentrum Saalfeld statt.

    Eine Anmeldung ist erforderlich, die Teilnehmer*innenzahl ist auf 12 Personen begrenzt.

    Vielen Dank für die Unterstützung durch Mittel des TMBJS.

  • Lobbyismus – Eine Entdeckungstour durch das Berliner Regierungsviertel.

    Unternehmen spenden vor allem in Wahlkampfzeiten zum Teil Millionen an Parteien. Aber auch außerhalb von Wahlkämpfen wird versucht, Einfluss auf Parteien und Parlamentarier*innen zu nehmen. Neben Firmen nehmen allerdings auch Gewerkschaften, Kirchen Umweltverbände und andere Nichtregierungsorganisationen in Berlin Einfluss auf die Bundespolitik. Gemeinsam wollen wir uns mit dem Verein Lobbycontrol bei einer Stadtführung einen Teil der vielfältigen Lobbyverbandslandschaft im Berliner Regierungsviertel entdecken und uns mit Parlamentarier*innen über ihre Erfahrungen und ihren Umgang mit dem ständigen Versuch der Einflussnahme durch Lobbyverbände austauschen. Dabei soll es auch um die Frage gehen, wie eine sinnvolle Entscheidungsfindung in der Demokratie aussehen könnte.

    Eine Anmeldung ist erforderlich, die Zahl der Teilnehmenden ist auf 12 Personen begrenzt. Die Teilnehmenden werden über die Hygieneauflagen zum Corona-Infektionsschutz rechtzeitig informiert.

    Treffpunkt: Erfurt HbF ca. 8:00 Uhr

    Vormittag
    Lobbykritische Stadtführungen durch das Regierungsviertel
    LobbyControl – Initiative für Transparenz und Demokratie e.V.

    Nachmittag
    Gespräch und Diskussion
    mit Nancy Böhning (Politik und Verbände I Berliner Büro, IG Metall) und
    Erik von Malottki (MdB, SPD-Fraktion, Kampagne #unbestechlich)

    Ankunft in Erfurt ca 19:30

    Achtung: nach aktuellem Stand wird die Veranstaltung unter den Bedingungen der 2G-Regeln stattfinden. Teilnehmer*innen müssen einen Impfschutz oder die Genesung am Veranstaltungstag nachweisen können.

    Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes MOSaIK des DGB Bildungswerkes Thüringen e.V. statt. Vielen Dank für die Unterstützung durch Mittel des TMBJS.

  • Betriebsräteseminar I: Aller Anfang ist gar nicht so schwer!

    Um die Interessen der Arbeitnehmer*innen im Sinne ihrer Schutzfunktion konsequent und wirksam zu vertreten, muss sich der Betriebsrat über seine Ziele im Klaren sein und die gesetzlichen Möglichkeiten kennen und nutzen. aber „Aller Anfang ist gar nicht schwer“, wenn man sich die nötigen Kenntnisse des Betriebsverfassungsgesetzes systematisch aneignet. Gemeinsam wollen wir eine Schneise in den Paragraphendschungel schlagen und Lösungen für betriebliche Probleme entwickeln. Das Seminar vermittelt die wichtigsten rechtlichen Grundlagen für Einsteiger*innen in die Betriebsratsarbeit. dabei geht es insbesondere um die Fragen, wann der Betriebsrat informiert und gefragt werden muss, welche Mitbestimmungsrechte existieren, welche Gesetze man kennen muss und wie man sie praktisch anwenden kann.

    Thematische Schwerpunkte:

    • Historische Entwicklung der Betriebsverfassung
    • Selbstverständnis und Aufgaben des Betriebsrates
    • Rangfolge und Struktur der Rechtsquellen
    • Gesetze und Kommentare für die Betriebsratstätigkeit
    • Informationsbeschaffung und Informationspolitik
    • Beschlussfassung des Betriebsrats
    • Rechtliche Handlungsmöglichkeiten

  • Raus aus dem Hamsterrad – Gute und gesunde Arbeit für die Interessenvertretung

    Betriebliche Interessenvertretungen sind unverzichtbar. Sie sind unter anderem ein Motor für gute Arbeit in den Betrieben. Kollektive Mitbestimmung führt nachweislich zu einer höheren Qualität der Arbeit und zu einer höheren Bindung der Beschäftigten an das Unternehmen. Doch zu welchem Preis? Das Ehrenamt ist kein Zuckerschlecken und der Spagat zwischen der Rolle als Arbeitnehmer*in einerseits und Verhandlungspartner*in für den Arbeitgeber andererseits ist selten ohne psychische Einbußen zu für den*die Einzelne*n meistern. Viele Gremienmitglieder fühlen sich erschöpft und psychisch stark belastet; körperliche Stresserkrankungen sind keine Seltenheit. Im Seminar wollen wir uns gemeinsam ganz praxisnah erarbeiten, wie die Arbeit in der Interessenvertretung für jede*n Einzelne*n gesund gestaltet werden kann.

    Thematische Schwerpunkte:

    • Was ist gute Arbeit?
    • Alles Ehrenamt oder was? – Rollenkonflikte aufdecken und verstehen
    • Befunde zu psychischen Belastungen
    • Interessenvertretungsarbeit gemeinsam gesund gestalten
    • Das Thema zur Sprache bringen
    • Kontextanalyse
    • Probleme erörtern und reflektieren
    • kollektive Lösungen entwickeln
  • Die Leitung des Betriebsrates – Ein Seminar für Vorsitzende und solche, die es werden wollen

    Im Allgemeinen wird bei Betriebsräten mit weniger als 9 Mitgliedern nach § 27.3 BetrVG die Durchführung der laufenden Geschäfte auf die oder den Betriebsratsvorsitzenden übertragen. Im Seminar wird den Fragen nachgegangen, welche die speziellen Aufgaben nach dem Betriebsverfassungsgesetz sind und wie die übertragenen laufenden Geschäfte ordnungsgemäß erfüllt werden können. Das Seminar richtet sich speziell an Betriebsratsvorsitzende, deren Stellvertreter*innen und freigestellte Betriebsratsmitglieder.

    Voraussetzung für die Teilnahme ist der Besuch eines BR-I-Grundlagenseminares!

    Thematische Schwerpunkte:

    • Aufgaben der*des Vorsitzenden
    • Einholung von Auskünften und Beschaffung von Unterlagen
    • Entgegennahme und Prüfung von Anträgen und Beschwerden
    • Entgegennahme von Erklärungen des Arbeitgebers
    • Vorbereitung, Einberufung und Leitung von BR-Sitzungen
    • Ordnungsgemäße Beschlüsse und Protokollierung
    • Vertretung des BR im rahmen seiner Beschlüsse
    • Abgabe von Erklärungen
    • Einblicksrecht in Brutto- und Gehaltslisten

  • Betriebsräteseminar II: Die Beteiligungsrechte des Betriebsrates bei personellen Einzelmaßnahmen und Kündigungen

    Egal welcher Art, personelle Einzelmaßnahmen – wie Einstellungen und Umgruppierungen oder auch Kündigungen – greifen nicht unerheblich in die private Lebensgestaltung der einzelnen Arbeitnehmer*innen ein. Der Betriebsrat hat in vieler dieser Punkte ein Mitspracherecht, welches er im Interesse der Beschäftigten korrekt wahrnehmen sollte. Das Seminar vermittelt Kenntnisse über die konkreten personellen Einzelmaßnahmen, zeigt Handlungsmöglichkeiten des Betriebsrates nach dem Betriebsverfassungsgesetz, insbesondere den §§ 92 – 105 BetrVG, auf und befähigt die Teilnehmenden, formal korrekt personelle Entscheidungen des Arbeitgebers mitzugestalten.

    Thematische Schwerpunkte:

    • Gegenstände der Beteiligungsrechte des Betriebsrates
    • Personalplanung und Mitbestimmung
    • Personelle Einzelmaßnahmen: Einstellungen und Versetzungen, Ein- und Umgruppierungen
    • Berufsbildung und Qualifikation
    • Kündigungen
  • Aktuelle Rechtsprechung im Arbeitsrecht

    Die Corona-Pandemie hat uns eindrucksvoll gezeigt, dass sie Rechtsprechung im kollektiven Arbeitsrecht und ihre verbundenen Rechtsgebiete einem ständigen Wandel unterworfen sind. damit Interessenvertretungen im Betrieb oder der Dienststelle kompetent und vor allem rechtssicher agieren können, ist es wichtig, dass sie mit den aktuellen Gerichtsurteilen im Arbeitsrecht oder auch im Sozialrecht und im betriebsverfassungsrecht bzw. Personalvertretungsrecht vertraut sind. Nach einer grundlegenden Einführung in das Arbeitsrecht und die Arbeitsweise des Bundessozialgerichtes wollen wir uns mit aktuellen Urteilen befassen und diese auf ihre Auswirkungen für die alltägliche Arbeit der Interessenvertretungen hin besprechen.

    Thematische Schwerpunkte:

    • Aufbau der Arbeitsgerichtsbarkeit
    • Grundzüge des arbeitsrechtlichen Verfahrens
    • Aktuelle Rechtsprechung am LAG und BAG

  • Hybrid-Seminar: Gut informiert im Wirtschaftsausschuss – Bilanzen und wirtschaftliche Kennziffern lesen und interpretieren können

    Der Wirtschaftsausschuss ist für die Interessenvertretung in der heutigen zeit besonders wichtig und besonders schwierig. Viele Unternehmen wurden und werden von der Corona-Krise wirtschaftlich negativ beeinflusst; teilweise sehr schwerwiegend. da ist es für den Betriebsrat gut, genau Bescheid zu wissen und den hohen fachlichen Anforderungen gerecht zu werden.

    Unser Hybrid-Seminar findet zwei Tage in Präsenz statt. Hier werden die rechtlichen und betriebswirtschaftlichen Grundlagen vermittelt. Am Anschluss gibt es für jede betriebliche Interessenvertretung einen separaten 120-minütigen Online-Nachbereitungstermin, in welchem detailliert und konkret die spezifische wirtschaftliche Lage des Unternehmens besprochen und Handlungsstrategien entwickelt werden.

    Thematische Schwerpunkte:

    • Rechtliche Rahmenbedingungen
    • Informationsansprüche des Wirtschaftsausschusses
    • Ansatzpunkte des Wirtschaftsausschusses im betrieblichen Rechnungswesen
    • Kennzahlenbildung und Interpretation
    • Der Jahresabschluss und seine Bestandteile
    • wirtschaftliche Beurteilung des Unternehmens