• Mahngang anlässlich des 90. Jahrestags der Zerschlagung der Gewerkschaften

    Am 2. Mai 1933 stürmten Nationalsozialisten im gesamten deutschen Reichsgebiet die Gewerkschaftshäuser, verhafteten die anwesenden Funktionär*innen und beschlagnahmten gewerkschaftliches Eigentum.

    Auch in Erfurt wurden an diesem Tag Gewerkschafter*innen mit erhobenen Händen durch die Innenstadt in das Polizeigefängnis auf dem Petersberg geführt und dort eingesperrt. Die Zerschlagung der Gewerkschaften war ein großer Schlag gegen die antifaschistische Arbeiter*innenbewegung und ein entscheidender Beitrag zur Konsolidierung nationalsozialistischer Herrschaft.

    In einem Mahngang wollen wir an die Ereignisse vor 90 Jahren erinnern und ihre politische Bedeutung für eine aktuelle antifaschistische und gewerkschaftliche Organisierung hervorheben.

    Dazu laden wir alle Interessierten herzlich ein!

    Veranstaltet von der Projektgruppe Erfurt im Nationalsozialismus beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., gefördert durch den LAP Erfurt – Partnerschaft für Demokratie

    Kooperationspartner*innen
  • Don’t stop motion

    Drei junge mutige Menschen aus Erfurt erzählen in „don’t stop motion“ die bewegenden Geschichten ihrer Flucht nach Europa und von ihrem Leben hier. Das Besondere: Sie selbst haben mit eigens hergestellten Puppen, Karton und der Stop-Motion-Technik ihre Erlebnisse auf die Leinwand gebracht. Jede:r auf ganz eigene Art, geben Zahra, Muntazar und Ahmad Einblicke in ihre Lebenswirklichkeiten – ihre Erinnerungen an Heimat und die teils jahrelange Flucht. Neben den intimen Interviews, ermöglichen es die teils szenischen, teils abstrakten Stop-Motion Szenen tiefer in die Innenwelten der Protagonist:innen einzutauchen und eröffnen neue Perspektiven. Hier angekommen sind die drei mit neuen Herausforderungen konfrontiert: „Wir sind vom Krieg geflüchtet und dann kommt hier dieses Scheißproblem… mit Hautfarbe.“

    In der Hybridform aus klassischem Dokumentarfilm und Stop-Motion wollen sie das oft verzerrte Bild von ihnen und anderen Geflüchteten verändern. Zusammen mit fünf weiteren Jugendlichen entstand unter der medienpädagogischen Leitung von Niels Bauder und Franziska Bausch-Moser eine interkulturelle Filmcrew. Am Ende werden die Zuschauer:innen in den Schaffensprozess mitgenommen und spüren die positive Energie, die gemeinsame Kreativität auslösen kann, sowie die Hoffnung, mit dem Film etwas zu bewegen.

    Nach dem Film habt ihr die Möglichkeit mit Teilen der Filmcrew ins Gespräch zu kommen und euch auszutauschen.

    Eine Veranstaltung zum Internationalen Tag gegen Rassismus.

    Eine Veranstaltung des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. im Rahmen des Projekts „Du und Ich statt Die und Wir!“ finanziert aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) zur Förderung von Integrationsmaßnahmen nach § 14 Abs. 5 ThürEBG in Kooperation mit dem ZwiWel-Zwischenwelten e.V.

    Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie
  • Paulette – Ein neuer Dealer ist in der Stadt

    Paulette ist eine ruppige 80-jährige Dame, die weiß, was sie will, und auch, was sie nicht will. Dass sie ganz allein in einem zwielichtigen Pariser Vorort lebt, kann sie nicht schrecken. Nur ihre allzu schmale Pension bringt Paulette immer wieder auf die Palme. Als ihr eines Abends beim Müllrausbringen ein Päckchen Marihuana in den Schoß fällt, beschließt Paulette, ihrer Geldmisere ein Ende zu machen: Paulette wird Dealerin!

    Filmabend mit Diskussion anlässlich des diesjährigen Frauentags in Kooperation mit dem DGB Kreisverband Hildburghausen. Alle Interessierten sind herzlich eingeladen.

  • Fahrt zur Leipziger Buchmesse

    Nach dreimaliger Absage findet das bedeutendste Frühjahrsereignis für alle Büchermenschen dieses Jahr endlich wieder statt: Die Leipziger Buchmesse! Im April 2023 lädt die Messe zum Schmökern, Bummeln und Zuhören ein. Gastland ist in diesem Jahr Österreich. Auch die Manga-Comic-Con ist wieder mit dabei.

    Lesen verbindet, deshalb organisiert die Contineo Buchhandlung im Auftrag des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., der Evangelischen Akademie Thüringen und der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen eine Fahrt zur Buchmesse.

    Abfahrt: 7:30 Uhr, Thüringenhalle Erfurt
    Rückkehr: ca. 19 Uhr

  • Stadtrundgang in Erinnerung an Werner Uhlworm und Kurt Beate zum 90. Jahrestag ihrer Ermordung

    Am 19. Februar 1933 wurden an der damaligen Ecke Blücherstraße/Bühlowstraße (heute Breitscheidstraße/Josef-Ries-Straße) der Arbeitersportler Werner Uhlworm und sein Freund Kurt Beate von zwei SA-Angehörigen erschossen, bzw. tödlich verletzt. Das Gedenken an die beiden ersten Opfer des nationalsozialistischen Terrors in Erfurt ist für uns Anlass zu einem Rundgang durch den Erfurter Norden. Als Arbeiter*innenquartier war die Johannesvorstadt ein besonderer Schauplatz der gesellschaftlichen Auseinandersetzungen in den frühen 1930er Jahren, deren Ergebnis die weitgehende Zerschlagung der Arbeiter*innenbewegung und die Etablierung einer rassistischen und antisemitischen Terrorherrschaft durch die Nationalsozialisten darstellte. Wir blicken dafür auf die vielfältigen politischen Akteur*innen im Viertel und fragen insbesondere nach den Möglichkeiten der Konsolidierung nationalsozialistischer Macht, aber auch nach Momenten des Aufbegehrens dagegen.
    Der Rundgang ist kostenfrei, Treffpunkt ist das Tivoli in der Magdeburger Allee.

  • Mitbestimmung für Alle!

    Einbeziehung migrantischer Beschäftigter in die Arbeit der betrieblichen Interessenvertretung und Aktiven im Betrieb

    Egal ob Handel, Logistik oder Re-commerce – migrantische und ausländische Beschäftigte machen einen wachsenden Teil der Belegschaft aus. Das verändert auch die Arbeit von BR, JAV und Vertrauensleuten. Durch Sprachbarrieren und unterschiedliche Kenntnisse betrieblicher Interessenvertretung auf Seiten der Beschäftigten gelingt es vielen Gremien nicht mehr, die Interessen und Bedürfnisse aller Kolleg*innen wahrzunehmen und zu vertreten.

    Aus diesem Grund wollen wir in der Tagesschulung „Mitbestimmung für Alle!“ auf rechtliche Handlungsmöglichkeiten und Best-Practice Beispiele aus der Praxis schauen. Gemeinsam kommen wir über die Gegebenheiten in euren Betrieben ins Gespräch, erarbeiten Handlungsmöglichkeiten für euren Alltag und stellen euch Unterstützungsmöglichkeiten vor.

    Als Expert*innen zum Erfahrungsaustausch haben zugesagt:

    • Romin Khan (Referent Migrationspolitik ver.di)
    • Hedi Tounsi (Betriebsrat Amazon, Logistikzentrum Winsen)
    • Peter Trube (ehem. Betriebsrat ThyssenKrupp Steel, Gründungsmitglied der betrieblichen Initiative „Kulturmittler“)

    Bei Bedarf ist eine Sprachmittlung möglich. Bitte gebt die benötigte Sprache bei der Anmeldung mit an.

    Kooperationspartner*innen

    Die Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung des Projekts Connect und des ver.di Fachbereich Handel SAT.

    Finanzierung

    Das Projekt „Connect – Vielfalt durch Teilhabe“ wird im Rahmen des Bundesprogramm „Betriebliche Demokratiekompetenz“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und durch das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration administriert.

  • Die Vermessung der Demokratie

    Ein Theaterabend über Wilhelm Leuschner

    In Kooperation mit dem DGB Region Thüringen

  • Lesung: Perspektiven sichtbar machen – Migrantische Erfahrungen auf dem Thüringer Arbeitsmarkt

    Für viele Menschen hat die Erwerbsarbeit einen zentralen Stellenwert im Leben – für hier Geborene genauso wie für Zugewanderte. Erwerbsarbeit bietet die Möglichkeit, sich selbst und die Familie versorgen zu können und – im Idealfall – eine gewisse Sinnhaftigkeit für das eigene Leben zu finden. Nicht zuletzt ist der Arbeitskontext ein Ort für soziale Kontakte.

    Für neu Zugewanderte ist der Schritt in die Arbeitswelt in der neuen Gesellschaft keinesfalls leicht und an viele Bedingungen geknüpft: Sprachkenntnisse, Qualifikationsnachweise und deren Anerkennung im bürokratischen Deutschland und grundlegend die Chance, die hiesigen Bedingungen und Besonderheiten kennenlernen zu dürfen.

    Im Rahmen eines Projektes des DGB-Bildungswerk Thüringen wurden 2021 acht Interviews mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern, mit verschiedenem Qualifikationsniveau und unterschiedlicher Aufenthaltsdauer in Thüringen geführt – darunter mit neuen Nachbar*innen aus Rudolstadt: Wie erleben unsere neuen Nachbar*innen und Kolleg*innen den Schritt in die Arbeitswelt, mit welchen Schwierigkeiten haben sie zu kämpfen und welche Unterstützung erfahren sie?. Auf dieser Basis entstanden Kurzporträts im Rahmen einer Broschüre sowie eine Audioversion.

    In der Lesung stellen die Interviewten selbst ihre Kurzporträts vor, die – als Einzelfälle betrachtet – ein kleines, jeweils subjektives Schlaglicht auf den komplexen beruflichen Integrationsprozess werfen. Anschließend besteht die herzliche Einladung zum Austausch von Erfahrungen, Perspektiven und Lösungsansätzen. Die Broschüre kann zur Veranstaltung kostenfrei mitgenommen oder hier bestellt werden.

  • Im Zentrum? Rechte Betriebsräte in der Automobilindustrie und im Gesundheitswesen.

    Seit 2009 versucht der eingetragene Verein „Zentrum“ die Betriebsratsstrukturen von Rechts aufzumischen. Unter der Leitung des ehemaligen Mitglieds der Rechtsrock-Band „Noie Werte“ ist „Zentrum“ vorrangig in der Automobilindustrie tätig und erreichte bei den Betriebsratswahlen in Untertürkheim, Leipzig, Zwickau und anderen Städten kleinere Erfolge.

    Seit 2021 versucht Zentrum auch im Gesundheitswesen Fuß zu fassen. Angedockt an die Montagsdemonstrationen von Querdenker*innen, Impfgegner*innen und Corona-Leugner*innen wurde zu einem, eher erfolglosen, Impfstreik aufgerufen und versucht 2022 bei den Betriebsratswahlen anzudocken. Auch die AfD löste nun ihren Unvereinbarkeitsbeschluss mit „Zentrum“ auf und wirbt für die selbsternannte Gewerkschaft.

    Wir wollen mit Kolleg*innen darüber ins Gespräch kommen, wo Rechte die Andockungspunkte für ihre Arbeit gefunden haben und wie sie im Betrieb agieren – und: Was wir als Gewerkschafter*innen gegen diese rechten Bewegungen machen können.

    Für das Gespräch stehen uns Lukas Hezel (DGB Bildungswerk Baden-Württemberg) und Mark Haarfeldt (DGB Bildungswerk e.V.) zur Verfügung. Beide beobachten Zentrum seit mehreren Jahren und unterstützen Betriebe in der Auseinandersetzung mit den rechten Akteur*innen vor Ort.

    Die Veranstaltung findet am Donnerstag, dem 09.02.2023 ab 18.00 Uhr auf BigBlueButton statt.

    Link zur Veranstaltung: https://bbb.dgb-bwt.de/b/fai-49z-0rt-hij

  • Exkursion: Besuch des Bundesarbeitsgerichts (BAG)

    Wir laden recht herzlich die Vertrauenspersonen der (schwer-)behinderten Menschen, deren Stellvertreter*innen sowie Betriebs- und Personalräte zur Exkursion an das Bundesarbeitsgericht nach Erfurt ein. Die Tagesschulung soll das Rechtsverständnis der Mitglieder der Interessenvertretungen vertiefen und dem Eindruck vorbeugen, dass Recht haben und Recht bekommen weit auseinander liegen.

    Thematische Schwerpunkte und Ablauf:

    • Eröffnung und Begrüßung
    • Teilnahme an den Verhandlungen des 9. Senates des BAG
      • 9 AZR 364/22 – Berechnung des gesetzlichen Urlaubsanspruches bei ganztägiger Kurzarbeit und Arbeitsunfähigkeit
      • 9 AZR 110/23 – Faktisches Arbeitsverhältnis, §§ 9,10 AÜG
      • 9 AZR 230/22 – Urlaubsabgeltungsanspruch
    • Austausch BAG-Sitzungen
    • Verfahren bei Arbeitsgerichten
      • Urteilsverfahren
      • Beschlussverfahren
    • Schulungsmaßnahmen 2024