• Lesung: Migrantische Erfahrungen auf dem Thüringer Arbeitsmarkt

    Für viele Menschen hat die Erwerbsarbeit einen zentralen Stellenwert im Leben ­für hier Geborene genauso wie für Zugewanderte. Erwerbsarbeit bietet die Möglichkeit, sich selbst und die Familie versorgen zu können und – im Idealfall – eine gewisse Sinnhaftigkeit für das eigene Leben zu finden. Nicht zuletzt ist der Arbeitskontext ein Ort für soziale Kontakte.

    Für neu Zugewanderte ist der Schritt in die Arbeitswelt in der neuen Gesellschaft keinesfalls leicht und an viele Bedingungen geknüpft: Sprachkenntnisse, Qualifikationsnachweise und deren Anerkennung im bürokratischen Deutschland und grundlegend die Chance, die hiesigen Bedingungen und Besonderheiten
    kennenlernen zu dürfen.

    Im Rahmen eines Projektes des DGB­-Bildungswerk Thüringen wurden 2021 acht Interviews mit Menschen aus unterschiedlichen Ländern, mit verschiedenem Qualifikationsniveau und unterschiedlicher Auf­enthaltsdauer in Thüringen geführt: Wie erleben unsere neuen Nachbarinnen und Kolleginnen den Schritt in die Arbeitswelt, mit welchen Schwierigkeiten haben sie zu kämpfen und welche Unterstützung erfahren sie? Auf dieser Basis entstanden Kurzporträts im Rahmen einer Broschüre sowie eine Audioversion.

    In der Lesung stellen die Interviewten selbst ihre Kurzporträts vor, die ­ als Einzelfälle betrachtet ­ ein kleines, jeweils subjektives Schlaglicht auf den komplexen beruflichen Integrationsprozess werfen. Anschließend besteht die herzliche Einladung zum Austausch von Erfahrungen, Perspektiven und Lösungsansätzen. Die Broschüre kann zur Veranstaltung kostenfrei mitgenommen oder bestellt werden.

    Eine Veranstaltung von
    Vielen Dank für die Unterstützung durch Mittel des
  • Rhetorik für Frauen – Sicher und souverän kommunizieren in der Interessenvertretung

    Bei der Arbeit in der betrieblichen Interessenvertretung sind immer wieder rhetorische Fähigkeiten gefordert. Sei es bei der Leitung von Sitzungen, beim Sprechen auf der Betriebsversammlung oder beim Moderieren von Konfliktsituationen oder Verhandlungen. – In all diesen Situationen kommt es darauf an, sicher aufzutreten und den eigenen Standpunkt souverän vertreten zu können. In vielen betrieblichen Interessenvertretungen sind Frauen* immer noch unterrepräsentiert und „männliche“ Führungsstile prägen das Unternehmen und nicht zuletzt auch die Kommunikation mit und innerhalb der betrieblichen Interessenvertretungen. Frauen* müssen sich hier oft in besonderer Weise behaupten und ihre Fähigkeiten beweisen.

    Wir möchten euch in diesem Seminar einen geschützten Raum bieten und euch in euer Rolle als Frau* in den betrieblichen Interessenvertretungen bestärken. Das Seminar bietet viel Raum für praktische Übungen, Erfahrungsaustausch, Kompetenz- und Ressourcenstärkung.

    Thematische Schwerpunkte des Seminares:

    • Meine Motivation – Werte und Ziele
    • Ressourcenaktivierung und Stärken artikulieren
    • Körperhaltung als Instrument der Überzeugung
    • Keine Angst vor freier Rede
    • Souverän argumentieren
    • Übungen zu Präsenz und Stimme
    • konstruktives Feedback zur eigenen Wirkung
  • Arbeit macht das Leben aus. Arbeitsverdichtung und Beschleunigung im Arbeitsalltag

    Die moderne Arbeitswelt ist geprägt von ständiger Beschleunigung und zunehmender Arbeitsverdichtung – eine Entwicklung, die tiefgreifende gesellschaftliche Ursachen hat.

    Wenn du einen Einblick in diese Dynamiken gewinnen und gleichzeitig für dich selbst sorgen möchtest, dann laden wir dich ganz herzlich zu unseren kommenden Seminar ein. Unser Seminar ist anerkannt nach dem Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz. Dies bedeutet, dass du dich individuell weiterbilden kannst und gleichzeitig von deinem Arbeitgeber bezahlt freigestellt wirst. Eine wunderbare Gelegenheit, um etwas für dich und deine persönliche Entwicklung zu tun.

    In unserem 2-tägigen Seminar wollen wir dir zum einen Wege aufzeigen mit Stress umzugehen und kleine Auszeiten in deinen (Arbeits-)alltag einzubauen. Zum anderen gemeinsam Faktoren für Arbeitsverdichtung identifizieren und uns mit der Frage beschäftigen, welche Rahmenbedingungen auf betrieblicher und gesellschaftlicher Ebene notwendig sind, um Arbeitsbedingungen gesund erhaltend zu gestalten.

    Freu dich auf spannende Diskussionen, achtsame Momente, Kommunikationsübungen, Yoga und vieles mehr! Diese beiden Tage sind deine Gelegenheit, dich in einer unterstützenden Umgebung mit den Herausforderungen der modernen Arbeitswelt auseinanderzusetzen und gleichzeitig einen Moment der Erholung und des persönlichen Wachstums zu erleben.

    Unsere Agenda umfasst:

    • Eine tiefere Analyse der gesellschaftlichen Faktoren, die zur Arbeitsverdichtung beitragen.
    • Diskussion von möglichen Interventionsmöglichkeiten auf betrieblicher Ebene.
    • Praktische Übungen zur Stressbewältigung und zur Förderung der individuellen Resilienz
    • Verständnis der persönlichen Auswirkungen von Arbeitsverdichtung und Beschleunigung auf dein eigenes Wohlbefinden.
    • Praktische Ansätze für Zeitmanagement und Selbstorganisation im beruflichen Kontext.

    Achtung! Die Plätze sind auf 16 Teilnehmende begrenzt.

  • Integration von Migrant*innen in den Arbeitsmarkt

    Deutschland ist ein beliebtes Land für Zuwanderung. Die Migrantinnen und Migranten leisten einen bedeutenden Beitrag zur gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Entwicklung.

    Bürger mit Migrationshintergrund sollen sich als gleichwertige und gleichberechtigte Menschen im Freistaate Thüringen fühlen. Oft behindern Sprachbarrieren sowie kulturelle und landesspezifische Unterschiede ihr alltägliches Leben.

    Ziel von Integration ist es, alle Menschen, die dauerhaft und rechtmäßig in unserem Land leben, in die Gesellschaft einzubeziehen. Dabei betrifft Integration uns alle – Alteingesessene ebenso wie Zugewanderte.

    Informationen über Zusammenhänge, Auswirkungen und Strategien bei der Erreichung der Zielstellungen in der Arbeitsmarktpolitik des Freistaates mit Frau Ministerin Doreen Denstädt, Ministerium für Migration, Justiz und Verbraucherschutz.

    Weitere GesprächspartnerInnen:

    • Tina Morgenroth, DGB-Bildungswerk Thüringen
    • Sandro Henschel und Michael Leiprecht, Geschäftsführer der Jobcenter Weimar und Weimarer Land.

    Moderation: Josina Monteiro

    Eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes „Du und Ich statt Die und Wir“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. in Kooperation mit dem DGB-Kreisverband Weimar/Weimarer Land. Vielen Dank für die Unterstützung durch Mittel des TMBJS.

  • BISCHOFFERODE 1993-2023

    Wir wollen uns im Bergbaumuseum mit dem damaligen Arbeitskampf der Kali-Kumpel beschäftigen, welcher zum Symbol der Wendepolitik wurde. Die Beschäftigten gingen 1993 in den Hungerstreik, um die Schließung des Kaliwerks abzuwenden. In dem Bergwerk arbeiteten über 1000 Kolleg*innen aus der Region und es ist ein Beispiel von vielen, wie Anfang der 90er Jahre Unternehmen in Thüringen geschlossen wurden. Wir wollen uns mit einem damaligen Kollegen dem Thema annähern und uns genauer anschauen, wie die Rolle der Gewerkschaften war, wie die Auseinandersetzungen mit der Treuhandanstalt abliefen und welche Folgen die Schließung für die Region hatte.

    Gemeinsame Abfahrt mit dem Auto ab Erfurt um 9 Uhr, Rückkehr um ca. 18 Uhr.

    Anmeldung bis zum 31.08. an jugendbuero-thueringen@dgb.de unter Angabe von Name und Alter. Bitte teilt uns mit, ob ihr ab Erfurt mitfahren wollt. Es werden nur Fahrtkosten für die gemeinsame Anreise mit dem Auto ab Erfurt übernommen.

    Alter: 18 bis 26 Jahre

    Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts „MOSaIK“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. in Kooperation mit der DGB-Jugend Thüringen. Vielen Dank für die Unterstützung mit Mitteln des TMBJS.

  • Extremismus – Ein Konzept zur Lähmung des Kampfes gegen rechts

    Extremismus und Totalitarismus – zwei Schlagworte, die in medialen Diskursen von konservativer und (neo-)liberaler Seite gerne angeführt werden, um vermeintliche Berührungspunkte zwischen der Linken und extrem rechten Positionen aufzuzeigen. Ein Modell hierfür ist das Hufeisen, bei dem sich scheinbare Extreme nahe kommen.

    Dass eine heteronome Konkurrenzgesellschaft faschistisches und extrem rechtes Denken aus sich selbst heraus immer wieder neu generiert gerät bei diesem Denkmodell aus dem Blick.

    Im Vortrag mit Publikumsgespräch wird die historische Entwicklung des Extremismuskonzepts aufgezeigt und nachgewiesen, dass es ein Hemmschuh in der Bekämpfung der zunehmend bedrohlicher werdenden gesellschaftlichen Drift nach Rechtsaußen ist.

    Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts „MOSaIK“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. Vielen Dank für die Unterstützung mit Mitteln des TMBJS.

  • Wie ist die Situation in Griechenland 15 Jahre nach der Wirtschafts- und Finanzkrise?

    Referent: Ralf Dreis

    2013 machte sich eine Gruppe aus Thüringen auf nach Thessaloniki, um sich einen Eindruck von den dramatischen Auswirkungen der Wirtschafts- und Finanzkrise zu machen, aber auch die Solidarität und den Widerstand der Menschen gegen die Austeritätspolitik kennen zu lernen.
    In den letzten Jahren wird wenig über die Situation in Griechenland berichtet, auch wenn sich die Situation der Menschen kaum verbessert hat. Ralf Dreis wird einen Überblick über die aktuelle Situation in Griechenland, speziell Thessaloniki geben, und darüber berichten, welche Initiativen und Bewegungen sich aktuell der herrschenden Politik entgegenstellen.
    Ralf Dreis beschäftigt sich seit vielen Jahren mit der Situation in Griechenland und lebt zum Teil in Thessaloniki.

    Eine Veranstaltung im Rahmen des Projektes „MOSaIK“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. in Kooperation mit der Landesorganisation der freien Träger in der Erwachsenenbildung Thüringen (LOFT) e.V. Finanziert aus Mitteln des TMBJS

  • Seit über 100 Jahren im Interesse der Arbeiter*innen und Angestellten: Die Arbeitnehmerkammer Bremen

    Nach dem Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz anerkannt.

    Vor etwas mehr als 100 Jahren wurden in den Nachwehen der Novemberrevolution die Arbeiter- und Angestelltenkammern in Bremen gegründet. Seitdem fungieren sie – mit einer Unterbrechung während der Zeit des Nationalsozialismus – als gesetzliche Vertretung der Arbeiter*innen und Angestellten. Im Jahr 2000 wurden sie schließlich zu einer Arbeitnehmerkammer fusioniert. In Deutschland existiert nur im Saarland eine ähnliche Institution. Der DGB Hessen-Thüringen fordert inzwischen auch die Einführung einer Arbeitskammer für Thüringen.

    Daher möchten wir uns die Arbeitnehmerkammer Bremen aus der Nähe ansehen: Nachdem wir uns einen Überblick über Geschichte, Struktur und Funktionsweise verschafft haben, vertiefen wir uns in die konkrete Arbeit einzelner Abteilungen. Schließlich prüfen wir, inwiefern die Arbeitnehmerkammer als gesetzliche Vertretung in Konflikt mit den Gewerkschaften als freiwillige Selbstorganisation tritt und wo sich beide Organisationsformen ergänzen.

    Wir reisen gemeinsam mit dem Zug an. Abfahrt ab Erfurt Hbf am Sonntagnachmittag, den 05.11.2023. Seminarbeginn ist Montagmorgen um 9 Uhr vor Ort. Die Rückreise erfolgt ebenfalls gemeinsam am Dienstagnachmittag, den 07.11.2023.

    Antworten auf grundsätzliche Fragen rund um das Thema Bildungsfreistellung in Thüringen haben wir hier zusammengestellt: https://www.dgb-bwt.de/bildungsangebote/bildungsfreistellung/bildungsfreistellung-das-wichtigste-auf-einen-blick/

    Die Anerkennung des Seminars nach dem Thüringer Bildungsfreistellungsgesetz liegt vor. Auf Wunsch kümmern wir uns auch um die Anerkennung in einem anderen Bundesland (bitte bei der Anmeldung vermerken).

    Anmeldeschluss für das Seminar ist der 1. September 2023.

    Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts „MOSaIK“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. Vielen Dank für die Unterstützung mit Mitteln des TMBJS.

  • Die Zerstörung von Körper und Geist durch Lohnarbeit im Kapitalismus

    Reichtum und Wohlstand sind hart erkauft – durch das Arbeitsleid ungezählter Arbeiter und Arbeiterinnen, durch unsagbare Belastungen von Körper und Seele, durch gesundheitszerstörende Arbeits- und Lebensbedingungen, Krankheit und frühen Tod. Unfall- und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz – historisch korrekt: der Arbeiter- und Arbeiterinnenschutz – war immer Teil, wenn nicht gar ein entscheidender Teil der Klassenauseinandersetzungen. Verbesserungen des Gesundheitsschutzes mussten sich immer gegen den Wirtschaftsliberalismus durchsetzen. Die Empörung gegen Unfall- und Gesundheitsgefahren war mitbegründend für die moderne Arbeiter/innen- und Gewerkschaftsbewegung. Als Beispiele sind die großen Streiks der Bergarbeiter und der Textilarbeiterinnen 1889 bis 1904 zu nennen. Gleichzeitig war die Arbeiterbewegung ideologisch belastet vom Mythos der Männlichkeit, der Härte und des Heldentums. Im Zuge der internationalen Arbeitsteilung haben sich viele klassische Risiken an die Peripherie verlagert. Hinzugekommen sind – weltweit und in allen Branchen – neuartige psychische Belastungen, die unsere Persönlichkeit, unser Empfinden und unseren Charakter verändern und aushöhlen. Vor diesem Hintergrund ist es angesagt, die leibkörperliche und leibseelische Verletzlichkeit den Menschen in den Vordergrund der Betrachtung zu stellen und Überlegungen anzustellen, wie Leiderfahrungen zur Sprache kommen können – als Voraussetzung für Widerstand und neue Entwürfe für menschengerechte Arbeitsverhältnisse.

    Der Vortrag orientiert sich am Buch des Autors: „Die Arbeit des Körpers – eine kritische Arbeitsgeschichte von der Hochindustrialisierung in Deutschland und Österreich bis zur neoliberalen Gegenwart“, Neuauflage, Mandelbaum-Verlag, Wien 2022.

    Eine Veranstaltung des Biko e.V., in Kooperation mit der Offenen Arbeit Erfurt und dem Projekt „MOSaIK“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. Vielen Dank für die Unterstützung mit Mitteln des TMBJS.

  • Don’t stop motion

    Drei junge mutige Menschen aus Erfurt erzählen in „don’t stop motion“ die bewegenden Geschichten ihrer Flucht nach Europa und von ihrem Leben hier. Das Besondere: Sie selbst haben mit eigens hergestellten Puppen, Karton und der Stop-Motion-Technik ihre Erlebnisse auf die Leinwand gebracht. Jede:r auf ganz eigene Art, geben Zahra, Muntazar und Ahmad Einblicke in ihre Lebenswirklichkeiten – ihre Erinnerungen an Heimat und die teils jahrelange Flucht. Neben den intimen Interviews, ermöglichen es die teils szenischen, teils abstrakten Stop-Motion Szenen tiefer in die Innenwelten der Protagonist:innen einzutauchen und eröffnen neue Perspektiven. Hier angekommen sind die drei mit neuen Herausforderungen konfrontiert: „Wir sind vom Krieg geflüchtet und dann kommt hier dieses Scheißproblem… mit Hautfarbe.“

    In der Hybridform aus klassischem Dokumentarfilm und Stop-Motion wollen sie das oft verzerrte Bild von ihnen und anderen Geflüchteten verändern. Zusammen mit fünf weiteren Jugendlichen entstand unter der medienpädagogischen Leitung von Niels Bauder und Franziska Bausch-Moser eine interkulturelle Filmcrew. Am Ende werden die Zuschauer:innen in den Schaffensprozess mitgenommen und spüren die positive Energie, die gemeinsame Kreativität auslösen kann, sowie die Hoffnung, mit dem Film etwas zu bewegen.

    Nach dem Film habt ihr die Möglichkeit mit Teilen der Filmcrew ins Gespräch zu kommen und euch auszutauschen.

    Eine Veranstaltung des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. im Rahmen des Projekts „Du und Ich statt Die und Wir!“ finanziert aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) zur Förderung von Integrationsmaßnahmen nach § 14 Abs. 5 ThürEBG. In Kooperation mit dem ZwiWel-Zwischenwelten e.V.

    Thüringer Ministerium für Arbeit, Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie