• Tagesseminar zu aktuellen Themen für die Vertrauenspersonen der Menschen mit Behinderung, deren Stellvertreter*innen sowie für Betriebs- und Personalräte

    Die Wahlen sind vorbei und ihr seht voller Tatendrang eurem neuen Amt entgegen? Doch wo anfangen? Wie vorgehen? Und welche Rechte und Pflichten hat man eigentlich als Vertrauensperson der (schwer-)behinderten Menschen? Wir wollen euch hilfreich zur Seite stehen, euer Amt erfolgreich antreten zu können. Deshalb laden wir euch herzlich zur Schulung für die Vertrauenspersonen der (schwer-)behinderten Menschen, deren Stellvertreter*innen sowie Betriebs- und Personalräte ein.

    Thematische Schwerpunkte:

    • Allgemeine Aufgaben, Rechte und Pflichten der SBV – § 178 und 179 SGB IX
    • Teilnahmerechte an Ausschüssen des BR/PR
    • Arbeitsplanung innerhalb des Gremiums
    • Bildungsplanung
    • Aktuelle Rechtsprechung im Behindertenrecht
  • „Der zweite Sonntag im September“ – Zur Geschichte des Tages der Opfer des Faschismus

    Der zweite Sonntag im September wird in den Nachkriegsjahren der erste Gedenktag für die Opfer des Faschismus in Deutschland. Der Kalte Krieg führt zu einer Teilung der Erinnerung in Ost und West. In der Bundesrepublik und Westberlin ist der von der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN) organisierte „Tag der Opfer des Faschismus“ bis in die 1960er Jahre Verboten ausgesetzt. Bald fokussiert sich dort das Gedenken auf den 20. Juli, dem Tag des Attentats auf Hitler durch die Gruppe rund um General von Stauffenberg. Währenddessen erhält der OdF-Tag in der DDR mit Ehrungen und Kundgebungen, aber auch Ritualen, Einseitigkeiten und Vereinnahmungen einen Platz in der Erinnerungskultur. Seit 1990 wird der Gedenktag als „Tag der Erinnerung, Mahnung und Begegnung“ fortgesetzt.

    Anhand der wechselvollen Geschichte des OdF-Tages thematisiert die Ausstellung die Unterschiede der Erinnerungskulturen und deren politischer Instrumentalisierung in Ost- und Westdeutschland. Die Ausstellung besteht aus elf Tafeln und wurde von der Rosa Luxemburg Stiftung in Kooperation mit der Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes (VVN-BdA) erstellt.

    Sie wird vom DGB Bildungswerk Thüringen e.V. im Rahmen des Projekts „Vom Erinnern und Vergessen. Zur vielschichtigen Erinnerungskultur an den Nationalsozialismus in Ost- und Westdeutschland“ in Kooperation mit der Projektgruppe „Erfurt im NS“ und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen gezeigt.

    Termine/Öffnungszeiten:
    11.10.22 19:30 Uhr Ausstellungseröffnung mit Vortrag
    14.10.22 16:30-18 Uhr
    16.10.22 15-18 Uhr
    18.10.22 17-19 Uhr
    21.10.22 16:30-18 Uhr
    23.10.22 15-18 Uhr fällt leider aus 🙁
    25.10.22 17-19 Uhr
    28.10.22 16:30-18 Uhr
    28.10.22 19:30 Uhr Finissage mit Vortrag
    30.10.22 15-18 Uhr letzte Öffnungszeit

  • Heldenmut und Opfergang – Zum Umgang mit dem Nationalsozialismus in der DDR

    Die Überlebenden des KZ Buchenwald forderten in ihrem Schwur, den Nazismus mit seinen Wurzeln zu vernichten, denn das sei man den Ermordeten und ihren Angehörigen schuldig. Die DDR beanspruchte für sich die Verwirklichung dieses Schwurs und verstand sich als antifaschistischer Staat. Tatsächlich aber war der geschichtspolitische Zugriff auf die NS-Erinnerung ein streng selektiver und der Antifaschismus wurde zur Legitimationsideologie des neuen Staates. Opfergruppen wurden zurückgedrängt und stellenweise Biographien gefälscht, um Helden gedenken zu können. Der Vortrag zeichnet u.a. die instrumentelle Musealisierung der ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen nach und zeigt, wie der Tod des Kommunisten Paul Schäfer zur Lüge wurde.

    Es handelt sich um die Abschlussveranstaltung zur Ausstellung „‘Der zweite Sonntag im September’ – Zur Geschichte des Tags der Opfer des Faschismus“. Die Ausstellung ist vom 11.10. bis 30.10.2022 in der [L50], Lassallestraße 50, zu sehen.

    Eine Veranstaltung des DGB Bildungswerk Thüringen e.V. im Rahmen des Projekts „Vom Erinnern und Vergessen. Zur vielschichtigen Erinnerungskultur an den Nationalsozialismus in Ost- und Westdeutschland“, in Kooperation mit der Projektgruppe „Erfurt im NS“ und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen.

  • Das Denkmal auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Erfurt von 1948

    Die Erinnerung an die jüdischen Opfer des NS als Teil der DDR-Erinnerungskultur

    Bei dem Gedanken an Denkmäler für die Opfer des Nationalsozialismus, die bis 1989 auf dem Boden der DDR errichtet wurden, geraten meist solche in den Blick, die an kommunistische Widerstandskämpfer erinnern. Doch dies ist nicht die ganze Geschichte. Vor allem zu Zeiten der Sowjetischen Besatzungszone von 1945-49 wurden auch Denkmäler in Erinnerung an die jüdischen Opfer des Nationalsozialismus errichtet. Ein Beispiel dafür ist das Denkmal auf dem Neuen Jüdischen Friedhof in Erfurt. Es wurde 1948 von der jüdischen Gemeinde Erfurts initiiert und fällt damit in die wechselhafte Zeit der Neugründung der Gemeinde.

    Gleichzeitig reiht es sich in die damalige Erinnerungspolitik ein, indem es am landesweiten Tag der Opfer des Faschismus eingeweiht wurde. Wie gelang der jüdischen Gemeinde die Errichtung eines Denkmals in einem Land, aus dem zu Beginn der 1950 Jahre ein Großteil der Jüd*innen aufgrund antisemitischer Verfolgung flohen? Und welche Rolle spielte dabei die 1953 in der DDR aufgelöste VVN (Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes), deren Thüringer Vorsitzender das Denkmal einweihte?

    Im Vortrag wird auf diese Fragen eingegangen und die Geschichte dieses Denkmals erzählt. Es handelt sich um die Eröffnungsveranstaltung zur Ausstellung „‘Der zweite Sonntag im September’ – Zur Geschichte des Tags der Opfer des Faschismus“. Die Ausstellung ist vom 11.10. bis 30.10.2022 in der [L50], Lassallestraße 50, zu sehen.

    Eine Veranstaltung des DGB Bildungswerk Thüringen e.V. im Rahmen des Projekts „Vom Erinnern und Vergessen. Zur vielschichtigen Erinnerungskultur an den Nationalsozialismus in Ost- und Westdeutschland“, in Kooperation mit der Projektgruppe „Erfurt im NS“ und der Rosa Luxemburg Stiftung Thüringen.

  • Don’t stop motion

    Drei junge mutige Menschen aus Erfurt erzählen in „don’t stop motion“ die bewegenden Geschichten ihrer Flucht nach Europa und von ihrem Leben hier. Das Besondere: Sie selbst haben mit eigens hergestellten Puppen, Karton und der Stop-Motion-Technik ihre Erlebnisse auf die Leinwand gebracht. Jede:r auf ganz eigene Art, geben Zahra, Muntazar und Ahmad Einblicke in ihre Lebenswirklichkeiten – ihre Erinnerungen an Heimat und die teils jahrelange Flucht. Neben den intimen Interviews, ermöglichen es die teils szenischen, teils abstrakten Stop-Motion Szenen tiefer in die Innenwelten der Protagonist:innen einzutauchen und eröffnen neue Perspektiven. Hier angekommen sind die drei mit neuen Herausforderungen konfrontiert: „Wir sind vom Krieg geflüchtet und dann kommt hier dieses Scheißproblem… mit Hautfarbe.“

    In der Hybridform aus klassischem Dokumentarfilm und Stop-Motion wollen sie das oft verzerrte Bild von ihnen und anderen Geflüchteten verändern. Zusammen mit fünf weiteren Jugendlichen entstand unter der medienpädagogischen Leitung von Niels Bauder und Franziska Bausch-Moser eine interkulturelle Filmcrew. Am Ende werden die Zuschauer:innen in den Schaffensprozess mitgenommen und spüren die positive Energie, die gemeinsame Kreativität auslösen kann, sowie die Hoffnung, mit dem Film etwas zu bewegen.

    Nach dem Film habt ihr die Möglichkeit mit Teilen der Filmcrew ins Gespräch zu kommen und euch auszutauschen.

    Eine Veranstaltung der Kulturkneipe Spatz und dem DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. im Rahmen des Projekts „Du und Ich statt Die und Wir!“ finanziert aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) zur Förderung von Integrationsmaßnahmen nach § 14 Abs. 5 ThürEBG.

  • Basiswissen Arbeitsrecht in der Leiharbeit

    Das MUT 3.0 Projekt Erfurt lädt in Kooperation mit dem Projekt Faire Integration/ DGB-Bildungswerk Thüringen e. V. Frauen mit Flucht- und/oder Migrationserfahrungen und ihre Familienmitglieder1 zur Informationsveranstaltung zum Thema Leiharbeit“ herzlich ein!

    Bei diesem Treffen werden wir gemeinsam mit Referentin von dem Projekt „Faire Integration“ über die Leiharbeit sprechen: was sind die Besonderheiten der Leiharbeit, Transport zum Einsatzort, Arbeitszeitkonto, Equal Pay und Höchstüberlassungsdauer.

    Ziel der Veranstaltung ist, dass die Teilnehmenden das Prinzip der Leiharbeit verstehen und wissen, auf welche Fallstricke sie besonders achten müssen.

    Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

    Beim Übersetzungsbedarf teile dies uns bitte bei der Anmeldung rechtzeitig mit!

    Wir bitten wir um eine Anmeldung unter erfurt@damigra.de oder über WhatsApp unter 0176 56986540! Die TN-Anzahl ist begrenzt!

    Die Fahrtkosten (Einzelfahrtkarten) können bei Vorlage der Originaltickets in Einzelfällen von DaMigra e.V. übernommen werden, bei Bedarf bitte vorher nachfragen.

    1 Die Veranstaltung ist auch für männliche Teilnehmer offen!

    Kooperationspartner*innen
  • Basiswissen Arbeitsrecht

    Das MUT 3.0 Projekt Erfurt lädt in Kooperation mit dem Projekt Faire Integration/ DGB-Bildungswerk Thüringen e. V. Frauen mit Flucht- und/oder Migrationserfahrungen und ihre Familienmitglieder1 zur Informationsveranstaltung zum Thema Grundlagen Arbeitsrecht“ herzlich ein!

    Bei diesem Treffen werden wir gemeinsam mit Referentin von dem Projekt „Faire Integration“ über die Grundlagen des Arbeitsrechts sprechen: Was sind meine Arbeitsrechte? Was sind die grundlegenden Informationen zu Rechten und Pflichten im Arbeitsverhältnis? Was soll ich über Arbeitsvertrag und Mindestlohn wissen?

    Ziel der Veranstaltung ist, dass die Teilnehmenden Grundkenntnisse über ihre Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer*Innen und Auszubildende bekommen und die typischen Fallstricke in der Arbeitswelt erkennen können.

    Du lernst das Projekt Faire Integration und Gewerkschaften als Unterstützer*Innen für arbeitsrechtliche Probleme und Fragen kennen.

    Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt. Beim Übersetzungsbedarf teile dies uns bitte bei der Anmeldung rechtzeitig mit!

    Wir bitten wir um eine Anmeldung unter erfurt@damigra.de oder über WhatsApp unter 0176 56986540! Die TN-Anzahl ist begrenzt!

    Die Fahrtkosten (Einzelfahrtkarten) können bei Vorlage der Originaltickets in Einzelfällen von DaMigra e.V. übernommen werden, bei Bedarf bitte vorher nachfragen.

    Dr. Hammad, Shymaa (Projektmitarbeiterin)

    MUT 3.0 Projekt | Erfurt DaMigra e.V.

    1 Die Veranstaltung ist auch für männliche Teilnehmer offen!

    Kooperationspartner*innen
  • Blutsauger. Eine marxistische Vampirkomödie (DE 2021, 125 min.)

    Ein Film über Ausbeutung, die Marx’sche Metapher des Kapitalisten als Vampir und über die Tragik der deutschen Arbeiterbewegung.

    August 1928. Der sowjetische Fabrikarbeiter Ljowuschka wird als Trotzki-Darsteller für den Film „Oktober“ des Regisseurs Sergei Eisenstein gecastet. Doch seine Träume vom Künstlerleben platzen, als der echte Trotzki bei Stalin in Ungnade fällt und er aus dem Film herausgeschnitten wird. So flieht der romantische Träumer aus der kommunistischen Heimat und will sein Glück in Hollywood versuchen. Noch steckt er allerdings in einem mondänen deutschen Ostseebad fest, wo er als verfolgter Aristokrat verkleidet das Geld für die Überfahrt nach New York zusammenstehlen will. Bei einem seiner Streifzüge lernt er die junge Fabrikbesitzerin Octavia Flambow-Jansen kennen, die die Sommermonate mit ihrem tölpelhaften Diener Jakob am Meer verbringt. Die exzentrische Millionärin interessiert sich für den geheimnisvollen Flüchtling und bietet ihm Unterschlupf in ihrem luxuriösen Herrenhaus. Schnell fliegt seine Tarnung auf, und noch schneller hat er sich in seine schillernde Gastgeberin verliebt – sehr zum Verdruss des literarisch ambitionierten Jakob, der ebenfalls für die Chefin schwärmt. Eine sommerliche Romanze bahnt sich an – dumm nur, dass in der Gegend Vampire ihr Unwesen treiben. Und noch dümmer, dass Octavia selbst ein Blutsauger ist.

    Im Anschluss an die Filmvorführung findet ein Gespräch mit dem Berliner Kulturjounalisten Jakob Hayner statt.

    Veranstaltet im Rahmen des Projektes „MOSaIk“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., gefördert aus Mitteln des TMBJS.

    In Kooperation mit dem Kinoklub Erfurt, dem Bildungskollektiv BiKo e.V. und der Sozialistischen Jugend – Die Falken Erfurt.

  • Woran scheiterte das Wirtschaftssystem der DDR?

    Wenn am 3. Oktober die Deutsche Einheit gefeiert wird, erinnert dies an den offiziellen Beitritt der DDR zur Bundesrepublik im Jahr 1990. An diesem Datum wurde die DDR Geschichte und damit ihre Niederlage in der Systemkonkurrenz besiegelt. Seither gilt die kapitalistische Produktionsweise als alternativlos, trotz Wirtschaftskrisen, Klimawandel und einer immensen gesellschaftlichen und globalen Ungleichheit.
    Nun ist DDR nicht nur zugrunde gegangen, weil die Bevölkerung ihr politisch die Loyalität aufgekündigt hat. Auch ökonomisch war die DDR 1989 am Ende. In der Rede von der Mangelwirtschaft findet sich dies aufgehoben. Doch wie genau funktionierte das DDR-Wirtschaftssystem? Woran ist es letztlich gescheitert? Und was bedeutet das für zukünftige Alternativen zum Kapitalismus?

    Der Vortrag wird diesen Fragen nachgehen. Referent ist Rüdiger Mats, Autor aus Leipzig.

    Veranstaltet im Rahmen des Projektes „MOSaIk“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V., gefördert aus Mitteln des TMBJS.