• Das Antragsverfahren nach § 152 SGB IX zur Feststellung einer Behinderung, Schwerbehinderung oder Gleichstellung

    Die amtliche Bescheinigung des Grades der Behinderung ist die Voraussetzung, damit Menschen mit einer (Schwer-)Behinderung Maßnahmen zur Teilhabe am Arbeitsleben seitens des Integrationsamtes und/oder der Rehabilitationsträger in Anspruch nehmen können. Eine in der Praxis häufige und gesetzlich verankerte Aufgabe der Schwerbehindertenvertretung (SBV) ist es, die im Betrieb beschäftigten Menschen beim Antrag auf Gleichstellung zu unterstützen. In dieser Tagesschulung werden allgemeine Möglichkeiten der SBV, die das SGB IX bietet, thematisiert.

    Schwerpunkte:

    • § 178 (1), letzter Absatz SGB IX – Aufgaben der Vertrauensperson und der deren Stellvertreter*innen
    • Vom Antrag bis zum Bescheid – Auf sollte man achten?
    • Aktuelle Rechtsprechung im Behindertenrecht
  • Gesprächsführung und Konfliktlösung in schwierigen Situationen

    Immer wieder müssen Betriebs- und Personalräte mit Vorsetzten verhandeln. Eine gute und zielführende Gesprächsführung, besonders in diffizilen und belastenden Situationen hängt nicht allein vom guten Willen der Gesprächsführenden ab, sondern auch von der Fähigkeit, ein Gespräch wertschätzend, ruhig und ereignisorientiert zu führen. Hier bedarf es neben einer guten Gesprächsführung auch eines stabilen und sicheren Selbstbewusstseins. Fundiertes Wissen um Gesprächsführung und Konfliktentstehung und – vermeidung bzw. Deeskalation sind hier gefordert; ebenso das Trainieren von Verhandlungsverhalten und Optimierung der eigenen Konfliktlösekompetenzen. Auf Grundlage der täglich erlebten Anforderungen und Konflikte im Arbeitsalltag werden in diesem Seminar Werkzeuge vermittelt und anhand konkreter Situationen praktisch erprobt.

    Thematische Schwerpunkte:

    • Erkenne eines Konfliktentstehens und -verlaufes
    • bewusste und gezielte Steuerung eines konflikthaften Gespräches
    • geschicktes Argumentations- und Verhandlungsverhalten
    • Konflikte (auf-)lösen
    • Förderung des eigenen Selbstbewusstseins in Krisensituationen
    • Zuversicht und Selbstvertrauen entwickeln
  • Migrant*innen und der Thüringer Arbeitsmarkt

    Migrant*innen und der Thüringer Arbeitsmarkt

    Nach fast 5 Jahren Anlaufstelle für Drittstaatsangehörige bei arbeits- und sozialrechtlichen Fragen möchten wir unseren (Ein)Blick auf den Thüringer Arbeitsmarkt für Migrant*innen teilen.

    Dabei wollen wir Beispiele aus der Beratungspraxis aufzeigen, immer wiederkehrende Problemfelder benennen und gemeinsam mit Ihnen diskutieren, wie die Herausforderungen und Chancen des Thüringer Arbeitsmarktes in Einklang zu bringen sind mit guten Arbeitsbedingungen unserer Zielgruppe. Damit wollen wir das Zusammenspiel von uns als Anlaufstelle, den Migrant*innen, Migrationsberatungen, aber auch der Arbeitsverwaltung und Unternehmen stärken.

    Programm

    9:00

    Begrüßung und Organisatorisches

    (Ein)Blick auf den Thüringer Arbeitsmarkt für Migrant*innen.

    Arbeitnehmerüberlassung Sprungbrett oder Drehtür?
    Ratsuchende Berichten

    Pause

    5 Jahre Faire Integration
    Zahlen, Fakten und Beispiele aus der Beratungspraxis

    (Alb)Traumjob Paketzusteller*in
    Ratsuchende berichten von multiprekären Abhängigkeiten zwischen Arbeitgeber, Ausländerbehörde und Arbeitsverwaltung.

    Pause

    ca. 11:25 Uhr

    Diskussionsrunde mit

    • Annett Roswora – stellv. Integrationsbeauftragte des Freistaates Thüringen
    • Markus Behrens – Vorsitzender der Geschäftsführung der Bundesagentur für Arbeit Regionaldirektion Sachsen-Anhalt-Thüringen (angefragt)
    • Benjamin Heinrichs – Berater Faire Integration Thüringen
    • Ratsuchende der Fairen Integration Thüringen

    Abschluss und Ausblick

    Moderation

    Pauline Bader – Support Faire Integration Bund, DGB Bildungswerk Bund

    Die Fachveranstaltung wird von unserer Beratungstelle Faire Integration im IQ-Netzwerk Thüringen organisiert und durchgeführt.

    Das Förderprogramm „Integration durch Qualifizierung (IQ)“ wird durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und den Europäischen Sozialfonds gefördert

    In Kooperation mit:

  • Ruhestand – ab morgen habe ich Zeit! Stillstand oder Chance?

    Langersehnt oder unverhofft, irgendwann ist der Tag gekommen, sich aus einer langjährigen und oft arbeitsreichen Lebensphase zu verabschieden und nach neuen Ufern Ausschau zu halten. Dies bringt natürlich Veränderungen mit sich.
    Über diese Veränderungen wollen wir in diesem Seminar reflektieren und uns austauschen.
    Erstmal auf sich zukommen lassen oder sich neu orientieren, die Richtung wechseln, den Fokus neu ausrichten, Stillstand oder Chance darin sehen. Die Chance, uns mit Dingen, Aktivitäten, Themen beschäftigen zu können, für die seither die
    Zeit fehlte oder die Energie für anderes in Anspruch genommen wurde.
    Eine so lebendige Stadt wie Münster bietet eine Vielfalt an interessanten Projekten, von denen wir das eine oder andere kennenlernen wollen. Dazu werden wir zu Fuß und mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein. Das Seminar wollen
    wir nutzen, uns Beispiele anzusehen, wie lebenslang erworbene Kompetenzen und Ressourcen in das gesellschaftliche Leben eingebracht werden können, z.B. politisch, ehrenamtlich, sozial. Diese Woche soll unter dem Motto stehen, aufgeschlossen die Chancen zu erkennen, die die Veränderungen mit sich bringen und unser Augenmerk darauf zu richten, welche Horizonte wir uns neu erschließen können.


    Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 16 Personen begrenzt. Die Übernachtungen vom 22.10. bis 27.10.2023 sind im Teilnahmebeitrag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

    Kooperationspartner*innen
  • Das Spiel des Lebens – Bühne frei für (m)ein Meisterstück! Individualität und Vielfalt – eine gesellschaftspolitische Herausforderung!

    Das Leben in unserer komplexen Welt gleicht einer Bühne mit Darsteller*innen, Außenseiter*innen und Publikum. Im Spannungsfeld zwischen sozialen Erwartungen und eigenen Ansprüchen ist die Identitätsfindung eine Lebensaufgabe und Toleranz die demokratische Herausforderung. Es gilt die soziale Wirklichkeit einzuschätzen! Wertvorstellungen und soziale
    Verantwortung sind wichtig, um Individualität und Vielfalt im gesellschaftlichen Kontext Raum zu geben. Das eigene Leben zu (m)einem Meisterstück zu modellieren, ist die tägliche Herausforderung. Mutig auch mal gegen den Strom zu schwimmen, verspricht Einzigartigkeit und Solidarität und ermöglicht, gemeinsam Demokratie zu schaffen.
    In diesem Seminar möchten wir Einflussfaktoren wie Status, gesellschaftliche Rollenzuschreibungen und Vorurteile auf den Prüfstand stellen und Handlungsstrategien für ein starkes Selbst und eine bunte Welt entwickeln.

    Seminarinhalte:
    soziale Erwartungen und eigene Ansprüche, Vielfalt und Toleranz – wie viel ‚divers‘ darf sein?, sich Einbringen in demokratische Prozesse – ein Muss für mündige Bürger*innen, Entwicklung des persönlichen Profils, Option für Handlungs- und Durchsetzungsfähigkeit.

    Die Teilnehmerinnenzahl ist auf 16 Personen begrenzt. Die Übernachtungen vom 15.10. bis 21.10.2023 sind im Teilnahmebeitrag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr

    Kooperationspartner*innen
  • Wie ein Fels in der Brandung! So stärkst Du Deine Resilienz

    Das Erkennen gesellschaftspolitischer Prozesse und deren Auswirkungen auf den immer härter werdenden Arbeitsalltag fordert uns mehr und mehr bewusster Grenzen zu setzen, auch mal NEIN zu sagen und/oder sich einzumischen und Rechte einzufordern. Es gibt Menschen, die Krisen und Herausforderungen besser meistern als andere. Sie erholen sich schnell von Rückschlägen und gehen daraus souverän hervor. Dahinter steckt die Resilienz. Diese innere Stärke hilft, in belastenden Situationen widerstandsfähiger und gesund zu sein. Im Arbeitsalltag bedeutet dies: trotz hoher Anforderungen und komplexer Arbeitsbedingungen kraftvoll und gelassen zu bleiben.


    In diesem Seminar wirst Du die sieben Säulen der Resilienz kennenlernen sowie Deine Widerstandskraft gezielt stärken und ausbauen.


    Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 16 Personen begrenzt. Die Übernachtungen vom 17.09. bis 23.09.2023 sind im Teilnahmebeitrag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr

    Kooperationspartner*innen
  • Seien wir realistisch – machen wir das Unmögliche! *

    * frei nach Che Guevara

    Wer eine andere Lebens- und Arbeitswelt haben will, braucht eine Utopie – es geht darum die Welt zu verändern. Wie will ich leben – wohnen – arbeiten?
    Dies ist ein Bildungsurlaub für Menschen, die auf der Suche sind und die Veränderung wollen. Wir befassen uns mit unseren eigenen Visionen und neuen Denkund Handlungsansätzen für unser Leben. Es geht auch darum herauszufinden,
    was unsere eigenen Bedürfnisse sind. In diesem Zusammenhang betrachten wir bereits vorhandene Modelle und Alternativen. Dazu nutzen wir verschiedene Methoden. An einem Seminartag besuchen wir Betriebe in der Region, die Alternativen zur üblichen Arbeitswelt bieten. Auch das Tagungshaus, in dem unser Seminar stattfindet, ist ein Beispiel für eine Utopie, die gelebt wird. Es gibt immer eine Alternative!

    Die Übernachtungen vom 10.09. bis 15.09.2023 sind im Teilnahmebeitrag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

    Kooperationspartner*innen
  • Einfühlsam mit sich und anderen in Kommunikation – Soziale Konflikte friedlich und konstruktiv lösen

    Lerne, zu Deinen Bedürfnissen zu stehen. Und zwar so, dass andere Dich darin verstehen können! Das einfache und zugleich hochwirksame Modell der Gewaltfreien Kommunikation (GfK) nach M. Rosenberg unterstützt Dich dabei. Im Mittelpunkt steht Empathie – für Deinen eigenen Anliegen und die Anliegen anderer.

    Ziele sind u.a.:
    • Klarheit im zwischenmenschlichen Umgang finden
    • Gelingende Beziehungen gestalten – im Privatleben wie am Arbeitsplatz
    • Zufriedenheit und persönliches Wachstum fördern

    Ergänzend werden wir durch Achtsamkeits- und sanfte Körperübungen Zugang zu eigenen Bedürfnissen und Grenzen finden.
    Die Teilnehmer*innenzahl ist auf 16 Personen begrenzt. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

    Kooperationspartner*innen
  • Brückenbauen – in den bewegten Ruhestand Herausforderung Rente: dem Übergang in Beruf, Alltag und gesellschaftlichem Zusammenleben gezielt begegnen

    … denn plötzlich ist sie da. Die Zeit, die wir uns oft so schön ausgemalt haben. „Endlich Zeit für mich!“ Jedoch mitunter auch: „Gehör‘ ich dann zum alten Eisen?“

    Diese Zeit wird Ruhestand genannt. Doch bei genauerem Hinsehen wartet die Herausforderung auf uns, den Übergang vom Arbeitsleben zur Rente zu gestalten – Brückenbauen! Das heißt, Wege („Brücken“) zu suchen, wie wir etwas Neues, Sinnvolles für uns finden, ohne in das berüchtigte „Loch“ zu fallen…
    Im Seminar liegt der Fokus auf 3 Brücken:

    1. Brücke: Unser Körper. Wie kann der reife Körper gesund und fit bleiben, um die anstehenden Veränderungen mitzutragen? Eingesetzt werden hierbei Methoden aus Yoga, Tanz und Atemtechniken.
    2. Brücke: Wir arbeiten mit Kommunikations-Techniken, um das Verständnis zu stärken für die eigene Lebenssituation.
    3. Brücke: …dient der Vermittlung von Techniken, die Widerstandskraft und innere Stabilität (Resilienz) fördern, denn solch ein „Brückenbau“ kann mitunter anstrengend sein.
      Insgesamt geht es darum, eigene Ziele für mögliche Übergänge zu sichten,
      Handlungsoptionen daraus zu ziehen und Freude zu finden an der Gestaltung
      des Übergangs in die neue Lebensphase.
      Die Übernachtungen vom 11.06. bis 16.06.2023 sind im Teilnahmebeitrag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

    Insgesamt geht es darum, eigene Ziele für mögliche Übergänge zu sichten,Handlungsoptionen daraus zu ziehen und Freude zu finden an der Gestaltung des Übergangs in die neue Lebensphase. Die Übernachtungen vom 11.06. bis 16.06.2023 sind im Teilnahmebeitrag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr.

    Kooperationspartner*innen
  • Über 200 Jahre Karl Marx: Was können wir heute noch von ihm lernen?

    Radikal sein ist die Sache an der Wurzel fassen.
    Karl Marx

    Am 5. Mai 1818 wurde Karl Marx in Trier geboren. Sein Hauptwerk „Das Kapital“ erschien vor über 150 Jahren. Kein anderer Theoretiker hat die Grundzüge der kapitalistischen Gesellschaft so klar und scharf analysiert wie Marx. Bis heute ist er einer der wichtigsten Bezugspunkte zum Verständnis der aktuellen wirtschaftlichen und sozialen Lage weltweit. Gewerkschaften, soziale Bewegungen und linke politische Gruppen beziehen sich auf sein theoretisches Fundament, um die passenden Antworten auf die aktuellen Probleme zu geben. Das können Kämpfe um mehr Lohn, eine saubere Umwelt oder gegen Rassismus sein. Wir werden uns während des Seminars seine Begrifflichkeiten von „Arbeit“, „Ware“ „Geld“
    und „Kapital“ etwas genauer anschauen. Einen Bogen spannen möchten wir zu aktuellen Fragen der Produktionsweisen (z.B. Arbeit 4.0), Finanzkrisen sowie der Verteilung von Armut und Reichtum. Natürlich wollen wir auch die Frage diskutieren, welche Schlüsse wir daraus für unsere eigene soziale Praxis ziehen können. Wir möchten uns Karl Marx und seinem Wirken auf unterschiedlichen Wegen nähern. Wir werden in seiner Geburtsstadt Trier das Karl-Marx-Haus besuchen, nach weiteren seiner Spuren vor Ort forschen sowie über Vorträge, Texte, Filme und Diskussionen unser eigenes Marx-Verständnis entwickeln bzw. vertiefen.


    Die Übernachtungen vom 26.11. bis 01.12.2023 sind im Teilnahmebeitrag enthalten. Seminarbeginn ist Montagmorgen 9.00 Uhr

    Kooperationspartner*innen