• Museum für Druckkunst Leipzig und Sonderausstellung »Vorwärts – mit heiteren Augen! 100 Jahre Büchergilde Gutenberg«

    Im Bereich der Drucktechnik kann man gut erkennen, wie technische Innovationen zugleich die Gesellschaft formen und eine Veränderung der Arbeitswelt mit sich bringen. In einer Exkursion zum Museum für Druckkunst in Leipzig wollen wir uns diesen Prozess ansehen und uns zugleich mit der Typografin und Webdesignerin Annett Riechert der ästhetischen Seite der Druckkunst nähern.

    Zugleich wollen wir uns die Sonderausstellung »Vorwärts – mit heiteren Augen! 100 Jahre Büchergilde Gutenberg« ansehen. Die Büchergilde Gutenberg wurde im August 1924 im Leipziger Volkshaus vom Bildungsverband der Deutschen Buchdrucker gegründet. In der Tradition der Arbeiterbewegung stehend, wollte sie möglichst vielen Menschen durch preiswerte Bücher den Zugang zu progressiver Bildung und Kultur ermöglichen. Noch immer steht die Büchergilde für handwerklich und künstlerisch gut gemachte Bücher, heute ist sie als Genossenschaft organisiert und von etwa 60.000 Mitgliedern getragen.

    Ablauf

    9:30 Uhr Treffpunkt am Hauptbahnhof Erfurt
    9:40 Uhr gemeinsame Abfahrt nach Leipzig mit dem ICE
    11:00 Uhr Gemeinsamer Rundgang mit Annett Riechert durch das Museum für Druckkunst
    13:00 Uhr Mittagspause
    14:00 Uhr Gemeinsamer Rundgang durch die Sonderausstellung 100 Jahre Büchergilde Gutenberg
    16:00 Uhr Reflexion und Abschlussauswertung
    17:33 Uhr gemeinsame Rückfahrt nach Erfurt mit dem ICE
    18:16 Uhr Ankunft am Hauptbahnhof Erfurt

    Die Anzahl der Plätze ist auf 14 Personen beschränkt.

    Die Teilnahme ist kostenlos, Kosten für Hin- und Rückfahrt per Zug, Eintritt und Rundgang werden übernommen. Die Essensversorgung erfolgt individuell.

    Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes MOSaIK des DGB-Bildungswerkes Thüringen e.V. statt. Vielen Dank für die Unterstützung durch Mittel des TMBJS.

  • Die Leistungen für Geflüchtete als Versuchslabor für Angriffe auf soziale Rechte

    Staatliche Leistungskürzungen werden oftmals an marginalisierten Gruppen ausprobiert und danach verallgemeinert – erstens, weil diese Gruppen keine Lobby haben, zweitens, weil auf diese Weise verschiedene Leistungsempfänger*innen gegeneinander ausgespielt werden können: Wenn Bürgergeld-Empfänger*innen sich gegen Geflüchtete wenden, ist es leichter, Kürzungen gegen letztere durchzusetzen, die mittel- und langfristig dann auch für erstere gelten. Das Beispiel zeigt: Der gesellschaftliche Rechtsruck richtet sich gegen Viele und kann deshalb umgekehrt nur durch eine Solidarität der verschiedenen Betroffenengruppen miteinander aufgehalten werden.

    Claudius Voigt spricht über die Strategie spaltender Politik am Beispiel von Bezahlkarten. Deren Ausweitung auf Bürgergeld-Empfänger*innen wird bereits diskutiert. Ganz aktuell werden auch vollständige Leistungsausschlüsse für bestimmte Gruppen von Geflüchteten diskutiert. Dies ist bislang noch unvereinbar mit der Verfassung. Aber bereits jetzt wird dazu eine Grundgesetzänderung diskutiert.

    Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Kämpfe im, um und gegen den Sozialstaat“ des BiKo e.V., und des Projekts „MOSaIK“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen. Vielen Dank für die Unterstützung mit Mitteln des TMBJS.

  • Von Hartz IV zum Bürgergeld und zurück

    Hartz IV wurde 2003 im Rahmen der Agenda 2010 eingeführt und wirkte seither als Disziplinarsystem für Arbeitslose und als Drohkulisse für Beschäftigte. Mit Hartz IV wurde die Arbeitslosenhilfe abgeschafft und die Vermittlung in den Niedriglohnsektor zum System. Wer nicht spurte oder einfach nicht mehr konnte, musste verschärfte Sanktionen bei den Bezügen in Kauf nehmen.

    Mit dem Bürgergeld sollte nun angeblich alles besser werden: mehr qualifizierte Vermittlung, weniger Sanktionen und höhere Freibeträge. Faktisch kam das Bürgergeld dann aber als Hartz IV in neuem Gewand in die Welt.

    Wie wenig von den einst großen Erwartungen geblieben ist, darüber spricht Harald Rein aus der Perspektive selbstorganisierter Kämpfe um soziale Sicherung. Sein Fazit: Wie Hartz IV ist das Bürgergeld Teil einer sozialstaatlichen Verarmungspolitik.

    Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Kämpfe im, um und gegen den Sozialstaat“ des BiKo e.V., und des Projekts „MOSaIK“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen. Vielen Dank für die Unterstützung mit Mitteln des TMBJS.

  • Der Sozialstaat als umkämpftes Terrain

    Über den Sozialstaat wird viel geschrieben, gesprochen und wir haben im Alltag alle auf die eine oder andere Weise mit ihm zu tun: Doch was ist der Sozialstaat konkret und wie lässt er sich fassen? Erste Aufschlüsse darüber gibt uns seine Entstehungsgeschichte, die als Ergebnis von Kämpfen der Arbeiter*innenbewegung, dem Interesse an der Wahrung des sozialen Friedens und der
    Aufrechterhaltung kapitalistischer Verwertungsbedingungen begriffen werden kann. Der Sozialstaat ist daher kein einheitliches Gebilde, sondern von unterschiedlichen und oftmals widerstreitenden Interessen durchzogen. Gleichzeitig befindet er sich historisch gesehen in einem kontinuierlichen Wandel: Es entstehen neue Aufgaben, Leistungen werden weggekürzt oder die Logik der Sozialpolitik ändert sich.

    Laura Boemke gibt uns einen Überblick über die Entstehung und Entwicklung des Sozialstaats, führt in die Kritik des Sozialstaats ein und spricht über aktuelle Herausforderungen.

    Die Veranstaltung ist Teil der Reihe „Kämpfe im, um und gegen den Sozialstaat“ des BiKo e.V., und des Projekts „MOSaIK“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. in Kooperation mit der Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen. Vielen Dank für die Unterstützung mit Mitteln des TMBJS.

  • Zusammenleben – Living Together

    Welche Vorstellungen von ihrem neuen Wohnort haben Migrant*innen, welche
    Informationen und „Werte“ werden in Integrationskursen angesprochen, wel-
    che bleiben ausgespart? Thomas Fürhapter dokumentiert Kurse für Zugezo-
    gene in der Stadt Wien, in denen sowohl Rechtliches als auch ganz Privates
    zur Sprache kommt. Zwischen Kulturvermittlung und Gesprächskreis entsteht
    ein komplexes Dokument von Vielfalt, samt den mit ihr einhergehenden man-
    nigfaltigen Irritationsmomenten und Herausforderungen. Wir wollen den Film
    „Zusammenleben“ (A 2022, 90 min.) gemeinsam ansehen und darüber ins
    Gespräch kommen, wie eine gelungene Integration aussehen kann.

    Veranstaltet vom DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. im Rahmen des Projekts „Du und Ich statt Die und Wir!“ in Kooperation mit den NaturFreunde Thüringen

    Finanzierung

    Das Projekt „Du und Ich statt Die und Wir! 4.0“ wird aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) nach der Richtlininie zur Förderung der Integration in der Erwachsenenbildung (RLIntegrationEB) finanziert

  • FAIRNISSAGE „Wir haben was gegen Arbeitsausbeutung“

    FAIRNISSAGE „Wir haben was gegen Arbeitsausbeutung“

    Der Weg in die Thüringer Arbeitswelt verläuft für migrantische Beschäftigte selten geradlinig und einfach. Überall gibt es Hürden, die überwunden werden wollen. Diese Hürden sollen für Besucher*innen der Ausstellung „Wir haben was gegen Arbeitsausbeutung“ im Nerly Erfurt erfahrbar gemacht werden.

    Die Eröffnungsveranstaltung „Fairnissage“ bietet die Möglichkeit, auf Erfahrungen aus jahrelanger Beratungstätigkeit an der Schnittstelle Arbeitsmarkt und Migration einzugehen. Wir laden ein, sich gemeinsam mit uns in die migrantische (Arbeits)realität zu begeben und mit den Ausstellenden ins Gespräch zu kommen.

    Einlass: 14:30 Uhr

  • المعرفة الأساسية لقانون العمل باللغة العربية

      Anmeldung


      *Pflichtangaben

      Das Projekt Faire Integration Thüringen wird im Rahmen des ESF Plus-Programms „Förderprogramm IQ – Integration durch Qualifizierung“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales und die Europäische Union über den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF Plus) gefördert. Kofinanziert wird das Projekt durch den Freistaats Thüringen.

      Die bundesseitige Förderung wird durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge administriert. Partner in der Umsetzung sind das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend und die Bundesagentur für Arbeit.

    • „Für Thüringens Zukunft in Europa“

      Das Europäische Parlament ist die einzige direkt gewählte transnationale Versammlung der Welt. Wir haben die Abgeordneten am 09. Juni 2024 gewählt.

      Das Europäische Parlament ist ein wichtiges Forum für die politische Debatte und die Beschlussfassung auf EU-Ebene. Die Mitglieder des Europäischen Parlaments werden direkt von den Wähler*innen in allen Mitgliedstaaten gewählt. Das Parlament vertritt somit die Interessen der Menschen im Hinblick auf die EU-Gesetzgebung und stellt sicher, dass die Arbeitsweise der anderen EU-Organe demokratischen Grundsätzen folgt.

      Die Abgeordneten des Europäischen Parlaments stellen wichtige politische, wirtschaftliche und soziale Themen in den Mittelpunkt und setzen sich für die Werte der Europäischen Union ein: Achtung der Menschenrechte, Freiheit, Demokratie, Gleichheit und Rechtsstaatlichkeit.

      Als Gesprächspartnerin haben wir die Abgeordnete des Europäischen Parlaments Marion Walsmann eingeladen.

      Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts „MOSaIK“ in Kooperation mit dem IG BAU Bezirksverband Erfurt. Vielen Dank für die Unterstützung mit Mitteln des TMBJS.

    • Israelische Perspektiven

      Referent: Ori Strassberg (Tel Aviv)

      Bundesdeutsche Gewerkschaften unterhalten seit den 1950er Jahren gewachsene Austauschbeziehungen mit Israel. Vor diesem Hintergrund verfassten der DGB und die Mitgliedsgewerkschaften nach dem terroristischen Überfall der Hamas auf israelisches Territorium am 7. Oktober 2023 einen Solidaritätsaufruf.

      Ori Strassberg wohnt in Israel und begleitet seit 20 Jahren gewerkschaftliche Austauschgruppen in Deutschland und Israel. Wir wollen seine Perspektive auf die aktuelle Situation erfahren: Wie gestaltet sich das Leben in Israel aktuell und welche Fragen werden in Israel diskutiert? Wie wird die außenpolitische Lage in Israel eingeschätzt, welche Rollen spielen dabei Länder wie die USA, Deutschland oder der Iran?
      Diese und weitere Fragen wollen wir gemeinsam diskutieren.

      Eine Veranstaltung im Rahmen des Projekts MOSaIK beim DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. in Kooperation mit dem DGB Hessen-Thüringen.

      Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

      Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes MOSaIK des DGB Bildungswerkes Thüringen e.V. statt.
      Vielen Dank für die Unterstützung durch Mittel des TMBJS.

    • Wählen in Deutschland – wie geht das?

      2024 wird gewählt – für Thüringen stehen die Kommunalwahlen und Landtagswahlen an. Wählen dürfen nun auch diejenigen, die erst in den letzten Jahren die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten haben.

      Aber wer darf eigentlich wählen? Welche Parteien treten zur Wahl an und wie funktioniert die Wahl genau? Was wird im Landtag entschieden? Und welche Positionen vertreten die unterschiedlichen Parteien?

      Diese und andere Fragen werden wir in der Veranstaltung beantworten. Damit richten wir uns insbesondere an Menschen mit Migrationshintergrund, die dieses Jahr zum ersten Mal in Deutschland wählen dürfen.

      Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.

      Veranstaltet vom DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. im Rahmen des Projekts „Du und Ich statt Die und Wir!“ finanziert aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport (TMBJS) zur Förderung von Integrationsmaßnahmen nach § 14 Abs. 5 ThürEBG.