• Gute Arbeit – Schlechte Arbeit? Abwertung von allen, die nicht ‚normal‘ arbeiten

    Aufhebung der täglichen Höchstarbeitszeit, Arbeitspflicht für Geflüchtete, Sanktionen für Bürgergeld-Beziehende – Forderungen wie diese bestimmen seit Monaten die Nachrichten und den politischen Diskurs. Der Grund-Tenor: Work-Life-Balance gefährde den Wohlstand und wir alle sollten dringend mehr arbeiten (wollen). Aber stimmt das überhaupt?

    Fabienne Décieux (Universität Innsbruck) wirft mit uns einen Blick auf die verschiedenen Aspekte der Diskussion: Welche Arbeit wird gesehen, welche unsichtbar gemacht? Wem nützt die Abwertung von Arbeitnehmenden in Teilzeit und anderen prekären Beschäftigungsverhältnissen? Wie werden gesellschaftliche Verteilungskonflikte auf Geflüchtete und Erwerbslose verschoben? Und wie besetzt die Rechte all diese Themen? Seid live dabei – hier geht’s zur Veranstaltung.

    Finanzierung

    Das Projekt „Connect – Vielfalt durch Teilhabe“ wird im Rahmen des Bundesprogramm „Betriebliche Demokratiekompetenz“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und durch das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration administriert.

  • Ungesunde Debatte? Von Überlastung und gespaltenen Belegschaften im Gesundheitssektor

    Unterbesetzung im Schichtbetrieb, Druck durch Forderungen nach Wirtschaftlichkeit, Fach- und Arbeitskräftemangel – die Belastung für Beschäftigte im Gesundheitssektor ist hoch, die Liste der Gründe dafür lang. Anwerbeabkommen mit Drittstaaten und Leiharbeitnehmende, ebenfalls oft Migrant*innen, sollen helfen, einige der Probleme zu lösen. Doch ihre Integration in Betriebe und Dienstsstellen geht inmitten der Überlastung oft mit Konflikten und Ausgrenzung einher.

    Zum Auftakt unserer Veranstaltungsreihe treffen wir Thomas Stieber (Soziologisches Forschungsinstitut (SOFI), Universität Göttingen). Er forscht intensiv zu Fragen rund um Arbeit, zuletzt im Zusammenhang mit dem Thema Migration und einem Fokus auf Kliniken. Mit ihm diskutieren wir, wie strukturelle Probleme durch Auslagerung von Konflikten und rechte Erzählungen überdeckt werden, welche politischen Strategien dahinter stecken, und wie wir damit umgehen. Seid live dabei – hier geht’s zur Veranstaltung.

    Finanzierung

    Das Projekt „Connect – Vielfalt durch Teilhabe“ wird im Rahmen des Bundesprogramm „Betriebliche Demokratiekompetenz“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und durch das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration administriert.

  • Stadtrundgang: Die Erfurter und der Bauernkrieg

    Der Bauernkrieg war nicht nur eine Angelegenheit der Landbevölkerung, auch eine Reihe von Städten beteiligten sich an den Ereignissen von 1525. Die Führung zum Bauernkrieg geht auf städtische Hintergründe für die Beteiligung von Erfurtern an der Erhebung ein. Es werden die soziale Gliederung der Stadt, die politischen Konflikte innerhalb Erfurts und die religionshistorischen Zusammenhänge erläutert, die zur Beteiligung der Erfurter an der Erhebung der Thüringer Bauern führte. Nicht zuletzt wird auch auf die mögliche Beteiligung von Frauen an der Erhebung eingegangen. Die Führung wird geleitet von Dr. Reiner Prass, Historiker an der Universität Erfurt mit Schwerpunkt Agrargeschichte.

    Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes MOSaIK des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. in Kooperation mit der Landeszentrale für politische Bildung Thüringen statt. Vielen Dank für die Unterstützung durch Mittel des TMBWK.

  • 30 Jahre DenkMal.

    Am 1. September 1939 begann mit dem deutschen Überfall auf Polen der Zweite Weltkrieg. Auch Erfurter Soldaten waren damals daran beteiligt. Mit der bedingungslosen Kapitulation Nazideutschlands am 8. Mai 1945 endete der bis dato mörderischste Krieg der Menschheitsgeschichte.

    Am 1. September 1995 wurde 50 Jahre nach der Befreiung nach einer kurzen, aber heftigen und bundesweit geführten Debatte das »DenkMal für den unbekannten Wehrmachtsdeserteur« eingeweiht.

    Am 1. September 2025 laden wir alle Interessierten zu einer Gedenkveranstaltung am DenkMal, um den Opfern des NS-Militärunrechts zu gedenken, an die gesellschaftliche Debatte vor 30 Jahren zu erinnern und Fragen nach der Bedeutung des DenkMals heute zu stellen.

    Programm
        • Begrüßung und Moderation Martin Rambow (Pfarrer i. R.) und Niklas Wagner (Bildungswerk im Bistum Erfurt e.V.)
        • Rede Julika Bürgin (Mitinitiatorin des DenkMals, Professorin an der Hochschule Darmstadt)
        • Blumenniederlegung
        • musikalische Begleitung von Olaf Bessert

    Wichtiger Hinweis:
    Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtende Äußerungen in Erscheinung getreten sind, sind von der Veranstaltung ausgeschlossen.

  • Ich war Neunzehn. Die Tage zwischen Krieg und Frieden.

    Wir möchten gemeinsam, mit möglichst vielen Interessierten, den DEFA-Film
    „Ich war neunzehn“ anschauen und im Anschluss darüber in lockerer Runde dis-
    kutieren. Bei einem Lagerfeuer im Hof können wir gemeinsam mit dem
    „Sprachcafé“ gemütlich den Abend ausklingen lassen

    „April 1945. In der Uniform eines sowjetischen Leutnants kommt der 19-jährige Deutsche Gregor Hecker in seine Heimat zurück. Er war acht, als seine Eltern mit ihm nach Moskau emigrierten. Vom 16. April bis zum 2. Mai fährt er im sowjetischen Militärfahrzeug auf dem Weg der 48. Armee von der Oder nördlich an Berlin vorbei. Mit einem Lautsprecher fordert Gregor die noch vereinzelt kämpfenden Soldaten zum Überlaufen auf. Einige kommen, andere antworten mit Schüssen. Täglich begegnet Gregor Menschen unterschiedlicher Art, hoffnungsvollen, verwirrten, verzweifelten. Bei seinen russischen Freunden fühlt er sich zu Hause, viele der Deutschen geben ihm Rätsel auf. Langsam begreift er, dass es „die Deutschen“ nicht gibt. Er trifft einfache Leute, Mitläufer, Rückversicherer, Überläufer, Durchhaltefanatiker, eingefleischte Faschisten. Die erste Begegnung mit aus dem Konzentrationslager befreiten Antifaschisten wird für ihn zu einem bewegenden Erlebnis. Und als sein Freund Sascha bei einem letzten Kampfeinsatz fällt, steht für den erschütterten Gregor fest, dass er hier am Aufbau eines anderen, besseren Deutschlands wirken wird.“ – Das zweite Leben der Filmstadt Babelsberg. DEFA-Spielfilme 1946-1992

    „Der nach Erinnerungen Konrad Wolfs facettenreich in Episoden gestaltete Antikriegsfilm beschreibt ohne Pathos und Larmoyanz die Schrecken des Krieges und macht die Schuld der Deutschen deutlich. Dabei bemüht er sich um ein Höchstmaß an Authentizität, verzichtet auf Idealisierungen und stellt Menschen mit ihren Eigenheiten und Schwächen dar. Trotz der parteilichen Emotionalität bleibt genügend Raum für eigene Assoziationen.“ – Lexikon des internationalen Films

    Gemeinsam veranstaltet mit dem DGB-Stadtverband Erfurt und der Offenen Arbeit im evangelischen Kirchenkreis Erfurt

  • „Ganz schön abgebaut?!“


    Bei einer gemeinsamen Wanderung möchten wir über Arbeitsrealitäten im Wandel, soziale Zusammenhänge der Wismut und kulturelle Nachwirkungen des DDR-Uranbergbaus und der Haldensanierungen sprechen. Nach einer kurzen Einführung laufen wir mehrere landschaftliche Stationen ab, in denen Wismut-Geschichte steckt und lassen auf unterschiedlichste Weise Zeitzeug:innen zu Wort kommen. Die Wanderroute erstreckt sich über 9km und führt beispielsweise an der Halde Stolzenberg, sowie dem wiederinszenierten Großbild „Die friedliche Nutzung der Kernenergie“ (Werner Petzold) vorbei. Die Strecke ist steigungsarm und mit festem Schuhwerk zu bewältigen.

    Mit: Rike Schreiber (ehem. Projektkoordinatorin „Gesichter der Wismut“; Gedenkstätte Amthordurchgang Gera) und Dr. Grit Ruhland (Kunst- und Kulturvermittlerin Häselburg Gera, forscht künstlerisch zur nuklearen Kette).

    Treffpunkt zur gemeinsamen Anreise ist um 08:30 vor dem Haupteingang vom Hauptbahnhof in Erfurt.

    Abfahrt Erfurt: 08:44 von Gleis 10, Zustieg u.a. möglich in Weimar, Jena und Gera – Zustiege bitte bei der Anmeldung angeben.

    Ankunft 10:08 Bahnhof Ronneburg
    Start der Wanderung: 10:15 Uhr
    Ende der Wanderung/Abfahrten: Ende Ronneburg (17:33) oder Gera (17:56 Uhr)

    Im Anschluss reisen wir gemeinsam zurück nach Erfurt.


    Pausen sind eingeplant, die Toilettensituation ist jedoch eingeschränkt. Es gibt in Ronneburg und Löbichau die Möglichkeit, Gasthoftoiletten aufzusuchen und eine Tankstellentoilette in Beerwalde. Änderungen im Verkehrsplan können dafür sorgen, dass wir die Route anpassen müssen.

    Bitte kommt dem Wetter entsprechend angezogen.

    Verpflegung ist selbstorganisiert mitzubringen.

    Anfallende Kosten für die An- und Abreise sowie die Führung werden übernommen. Eine Anmeldung über das untenstehende Formular ist erforderlich.

    Die Veranstaltung ist eine Kooperationsveranstaltung des Projektes MOSaIK des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. und der Gedenkstätte Amthordurchgang Gera. Vielen Dank für die Unterstützung durch Mittel des TMBWK.

  • „Freies Land und freie Hütte…“

    Die Bakuninhütte auf der Hohen Maas bei Meiningen ist ein einzigartiges Zeugnis des anarcho-syndikalistischen Teils der Arbeiter*innenbewegung. In den 1920er-Jahren auf einer Selbstversorgungsfläche notleidender Arbeiter*innenfamilien entstanden, ist sie vermutlich das einzige noch erhaltene Kulturdenkmal der anarcho-syndikalistischen Bewegung Deutschlands der Zwischenkriegszeit. Gemeinsam wollen wir in einer Tagesexkursion die Bakuninhütte erwandern und vom Wanderverein Bakuninhütte e.V. vor Ort mehr über ihre Geschichte und Gegenwart erfahren.

    Maximal 15 Teilnehmende, Anmeldungen werden in der Reihenfolge des Eingangs berücksichtigt. Die Führung und der Eintritt ist für die Teilnehmer*innen kostenlos, Fahrtkosten werden bei Bedarf übernommen. Für Verpflegung ist selbstständig zu sorgen.

    Die Veranstaltung findet im Rahmen des Projektes MOSaIK des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. statt. Vielen Dank für die Unterstützung durch Mittel des TMBWK.

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    Informationen zur gemeinsamen An- und Abreise sowie der Wanderung:

    09:20 Treffpunkt vor dem Haupteingang Erfurt HBF

    09:35 Abfahrt RE 7 (Zustieg möglich in Neudietendorf, Arnstadt, Plaue, Zella-Mehlis und Suhl | Umstieg in Grimmenthal)

    10:49 Ankunft in Meiningen

    Wir wandern entspannt circa eine gute Stunde gemeinsam zur Bakuninhütte. Die Wanderung findet bei jedem Wetter statt, deshalb ziehen Sie sich bitte wetterentsprechend an und bringen Sie ggf. Regen- und Sonnenschutz mit. Bei schlechtem Wetter können wir für den Input vor Ort in die Hütte.

    Der Weg zur Hütte führt auf eine Erhöhung, wir laufen also leicht bergauf über markierte Wanderwege.

    12:30 Input Wanderverein Bakuninhütte e.V.

    Mittagspause vor Ort: Selbstversorgung; Getränke stellt der Verein gegen Spende vor Ort

    Im Anschluss wandern wir gemeinsam zurück zum Bahnhof in Meiningen.

    16:19 Abfahrt Meiningen RB44

    17:51 Ankunft Erfurt Hauptbahnhof (u.a. über Suhl, Zella-Mehlis und Arnstadt)

  • Lesung: „Ich war voller Fragen“

    Oft verschwindet die oder der Einzelne hinter den Zahlen und Statistiken zur Arbeitsmarktintegration ausländischer Beschäftigter. Bei unserer Lesung erfahren Sie aus unterschiedlichen Biographien und
    Perspektiven über Wege in die Thüringer Arbeitswelt: Wie haben unsere ausländischen Kolleg:innen den Einstieg in den Arbeitsmarkt in Thüringen erlebt? Mit welchen behördlich-formalen Herausforderungen waren sie konfrontiert und wie haben sie diese überwunden? Wer und was kann unterstützen?

    Anschließend an die Lesung besteht die herzliche Einladung zum Austausch von Erfahrungen und Perspektiven. Wir freuen uns auf Sie!

    Eine Veranstaltung des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. im Rahmen des Projekts „Du und Ich statt Die und Wir!“, finanziert aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK) zur Förderung von Integrationsmaßnahmen nach § 14 Abs. 5 ThürEBG.

    In Kooperation mit dem Projekt „WORT – Weltoffene Region Thüringens“ und interculture.de

    Die Veranstaltung findet im Rahmen der interkulturellen Woche des Landkreises Saalfeld-Rudolstadt statt.

  • Führung durch die Jazz-Ausstellung

    Mit Andreas Hilse, Schellackfan und ehemals freier Mitarbeiter der WDR Hörfunk- Sendung „Schellackschätzchen“

    Wir wollen uns gemeinsam die Jazz-Ausstellung in der Heiligen Mühle anschauen, uns intensiv mit Jazz und Swing vor und im Nationalsozialismus beschäftigen, auch anhand von Hörbeispielen, und im Anschluss auch einen Blick in die Geschichte des Jazz in der DDR der 50er Jahre werfen. Hier steht auch der Mühlenbesitzer Karl-Friedrich Naue, der die 50er Jahre selbst als junger Musiker erlebte, als Gesprächspartner zur Verfügung.

    Organisiert von: Projektgruppe „Erfurt im Nationalsozialismus“ beim DGB-Bildungswerk Thüringen e. V. &  AWO Ortsverein – IG Ilversgehofen

  • Lesung: „Ich war voller Fragen“

    Oft verschwindet die oder der Einzelne hinter den Zahlen und Statistiken zur Arbeitsmarktintegration ausländischer Beschäftigter. Bei unserer Lesung erfahren Sie aus unterschiedlichen Biographien und
    Perspektiven über Wege in die Thüringer Arbeitswelt: Wie haben unsere ausländischen Kolleg:innen den Einstieg in den Arbeitsmarkt in Thüringen erlebt? Mit welchen behördlich-formalen Herausforderungen waren sie konfrontiert und wie haben sie diese überwunden? Wer und was kann unterstützen?

    Anschließend an die Lesung besteht die herzliche Einladung zum Austausch von Erfahrungen und Perspektiven. Wir freuen uns auf Sie!

    Eine Veranstaltung des DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. im Rahmen des Projekts „Du und Ich statt Die und Wir!“, finanziert aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK) zur Förderung von Integrationsmaßnahmen nach § 14 Abs. 5 ThürEBG.

    In Kooperation mit dem Projekt „WORT – Weltoffene Region Thüringens“ und interculture.de