Thessaloniki
Erinnerungen an die deutsche Besatzung Griechenlands
Im April 1941 fiel die Wehrmacht in Griechenland ein und es begann die brutale Zeit der nationalsozialistischen Besatzung, die bis Oktober 1944 andauerte. Ca. 300.000 Menschen fielen dem NS-Besatzungsregime zum Opfer, 90% der in Griechenland lebenden Jüdinnen*Juden wurden in die Vernichtungslager deportiert. Die Aufarbeitung der Vergangenheit und das Gedenken an die Opfer hat im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern spät begonnen. Erst nach dem Ende der Militärdiktatur zu Beginn der 70er Jahre begann eine öffentliche Auseinandersetzung mit der deutschen Besatzungszeit. Aspekte der Geschichte, die mit einer griechischen Identität in Konflikt treten können, wie Fragen der Kollaboration mit den Nazis und die Deportation der griechischen Jüdinnen*Juden, sind bis heute umstritten.
In Thessaloniki, früher »Jerusalem des Balkans« genannt, mit ihrer jahrhundertelangen jüdischen Geschichte, können die Konflikte der griechischen Erinnerungskultur im städtischen Raum erfahren werden. Der Besuch verschiedener Gedenkorte soll die Bildungsreise in die griechische Erinnerungskultur einführen:
- Stadtrundgang und Vortrag zur jüdischen Stadtgeschichte und zum Holocaust an der jüdischen Bevölkerung Thessalonikis
- Besuch der Kleinstadt Chortiatis und des Mahnmals zur Erinnerung an das Massaker der Wehrmacht an der Zivilbevölkerung
Übernachtung
28.03. – 02.04.2027
Seminarbeginn
Montag, 9:30 Uhr
Anreise
Sonntag
Kosten
Teilnahmebeitrag
800 €
Einzelzimmerzuschlag: 150 €
Anbieter

Kontakt
069 971293-27
anmeldung@lea-bildung.de
