• Antisemitismus im Kaninchenbau: Über Verschwörungserzählungen

    Verschwörungserzählungen gibt es viele – und fast alle enthalten antisemitische Codes. Aber warum ist das so? Wie haben sich diese Erzählungen entwickelt, wann haben sie Konjunktur? Wir sprechen über ähnliche Strukturen von Verschwörungserzählungen und Antisemitismus und schauen uns an, welche gesellschaftliche Funktion ihre Verbindung erfüllt.

    Lisa Geffken (Koordinatorin des Kooperationsverbundes Rechtsextremismusprävention bei der Amadeu Antonio Stiftung) gibt uns einen Einblick ins Thema. Seid live dabei – hier geht’s zur Veranstaltung.

    Finanzierung

    Das Projekt „Connect – Vielfalt durch Teilhabe“ wird im Rahmen des Bundesprogramm „Betriebliche Demokratiekompetenz“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und durch das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration administriert.

  • Antisemitismus ist (Arbeits-)Alltag: Beispiele und Handlungsmöglichkeiten

    Wir verbringen einen relevanten Teil unseres Lebens auf der Arbeit – und Menschen, die von Diskriminierung betroffen sind, erleben einen großen Teil davon eben dort. Antisemitismus am Arbeitsplatz tritt oft versteckt auf, wird häufig auch unbewusst reproduziert. Wie äußert sich Antisemitismus im Betrieb, wie können wir Fälle erkennen und vor allem: Was können wir dagegen tun?

    Johanna Sokoließ von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft leitet mit „Informiert, couragiert, engagiert!“ eine Initiative gegen Antisemitismus am Arbeitsplatz – und teilt mit uns ihre Expertise. Seid live dabei – hier geht’s zur Veranstaltung.

    Finanzierung

    Das Projekt „Connect – Vielfalt durch Teilhabe“ wird im Rahmen des Bundesprogramm „Betriebliche Demokratiekompetenz“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und durch das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration administriert.

  • Wie kann die Soziale Arbeit kollektiv auf Angriffe auf soziale Rechte antworten?

    Die aktuelle Rechtsentwicklung zeigt sich auch in Leistzungskürzungen (Bürgergeld, Asylbewerberleistungsgesetz) und ganz grundsätzlichen Angriffen auf soziale Dienste, z. B. gegen Schwangerschaftskonfliktberatung, queere Kultur- und Beratungsangebote und Geflüchtete ganz im Allgemeinen.

    Wir wollen bei der Veranstaltung Menschen zusammenbringen, die in der Sozialen Arbeit nach Möglichkeiten suchen, sich gegen diese Angriffe zu wehren. Als Einstieg stellen die Eingeladenen vor, was ihr
    Ansatz ist, Gegenwehr zu organisieren. Danach wollen wir ins Gespräch kommen, um Möglichkeiten des gemeinsamen oder koordinierten Handelns zu diskutieren.

    Anna Kasten ist Professorin für Soziale Arbeit mit den Schwerpunkten Gender und Diversity an der FH Jena und forscht u.A. zu Angriffen auf verletzliche Personengruppen in Polen.
    Barbara Schäuble ist Professorin für diversitätsbewusste Ansätze in Theorie und Praxis Sozialer Arbeit an der ASH Berlin und vertritt eine konfliktorientierte Auffassung von Sozialer Arbeit.
    Caro Mothes koordiniert und macht offene Arbeit in einem queeren Jugendclub in Berlin und organisiert Pride Soli Rides zur Unterstützung von CSDs in ostdeutschen Kleinstädten.
    Josina Monteiro ist im Vorstand des DBSH Thüringen, der Sozialarbeiter:innen eine Möglichkeit bietet, sich zu organisieren.
    N.N. leistet in einem selbstorganisierten Zusammenhang Hilfe und gemeinsame Gegenwehr mit und für Personen, die aus dem Raster der institutionalisierten Sozialarbeit herausfallen.


    Die Reihe ist eine Kooperation von Bildungskollektiv Biko, Offener Arbeit Erfurt, Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen, DGB-Bildungswerk Thüringen, DBSH Thüringen, der Stadtteilgewerkschaft Erfurt-Nord und des Offenes Antifatreffens Erfurt.

  • Sozialstaat als Rahmenbedingung Revolutionärer Stadtteilarbeit – Mit Vogliamo Tutto

    In Bremen ist seit 2017 die Stadtteilgewerkschaft Solidarisch in Gröpelingen entstanden, am Beginn eines umfassenderen Trends im deutschsprachigen Raum, neue Formen linksradikale Praxis im Stadtteil aufzubauen. Der Grundgedanke ist dabei, Menschen aus der Nachbarschaft in Konflikten, denen sie unter den gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnissen immer wieder ausgesetzt sind – zum Beispiel mit ihren Vermieter*innen, ihren Arbeitgeber*innen oder mit dem Jobcenter – zu unterstützen und sich ausgehend davon für den gemeinsamen Klassenkampf zu organisieren.
    Die Aktivist:innen von Solidarisch in Gröpelingen waren in ihrer Arbeit schnell damit konfrontiert, wie stark der Sozialstaat Bedingungen vorgibt, unter denen sich Leute für ihre Interessen und gegen die Zumutungen des Kapitalismus zusammentun können: Weil der Sozialstaat die Härten abfedert, die der Kapitalismus für Lohnabhängige produziert, sind wir einerseits auf ihn angewiesen, gleichzeitig hält er uns in einem prekären Zustand und vereinzelt uns, was den kollektiven Widerstand erschwert.
    Bei der Veranstaltung mit Vogliamo Tutto soll es um dieses komplizierte Verhältnis gehen und darum, welche Antworten in der »Bewegung der revolutionäreren Stadtteilarbeit« daraus entwickelt wurden.


    Die Reihe ist eine Kooperation von Bildungskollektiv Biko, Offener Arbeit Erfurt, Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen, DGB-Bildungswerk Thüringen, DBSH Thüringen, der Stadtteilgewerkschaft Erfurt-Nord und des Offenes Antifatreffens Erfurt.

  • Radikale Arbeitszeitverkürzung – Für ein besseres Leben. Gegen Rechts. – Mit Lothar Galow-Bergemann

    Wir sollen »mehr Bock« haben auf »Arbeit, Leistung, Wachstum«, für »unseren Wohlstand«. Doch was für ein »Wohlstand« soll das sein? Schuften ohne Ende? Für noch mehr Autos? Noch mehr Plastik im Meer? Ständiger Stress, kaum Zeit für’s Leben? Und eine Minirente mit 75?

    »Wirtschaftswachstum« ist der moderne Gott, dem wir alle dienen müssen. Niemand vertritt das Konkurrenz-Prinzip brutaler als Autoritäre und Faschisten. Die Rechtsentwicklung fällt nicht vom Himmel, sie erwächst aus der Ellenbogenlogik »unserer Wirtschaft«.

    Kämpfe um radikale Arbeitszeitverkürzung und gesellschaftliche Selbstorganisation sind der Schlüssel für humanes und naturverträgliches Wirtschaften. Gewerkschaften können eine zentrale Rolle dabei spielen,
    wenn sie ihr Potential als Massenorganisationen der Fachkräfte für den Umbau erkennen und mobilisieren.

    Dafür argumentiert Lothar Galow-Bergemann, ehemals Personalrat in zwei Großkliniken und Autor bei Jungle World und emafrie.de


    Die Reihe ist eine Kooperation von Bildungskollektiv Biko, Offener Arbeit Erfurt, Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen, DGB-Bildungswerk Thüringen, DBSH Thüringen, der Stadtteilgewerkschaft Erfurt-Nord und des Offenes Antifatreffens Erfurt.

  • »Geige spielen, ich? Du bist echt witzig!« – Mit Mirijam Günter

    Sozialer Aufstieg? Für viele ist das nicht mehr als ein Schlagwort. Für andere bedeutet es einen lebenslangen
    Kampf – gegen Vorurteile und mit der eigenen Herkunft.
    Mit der Schriftstellerin Mirijam Günter sprechen wir über die Frage, was Armut und sozialer Ausschluss für
    Betroffene bedeutet.


    Die Reihe ist eine Kooperation von Bildungskollektiv Biko, Offener Arbeit Erfurt, Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen, DGB-Bildungswerk Thüringen, DBSH Thüringen, der Stadtteilgewerkschaft Erfurt-Nord und des Offenes Antifatreffens Erfurt.

  • Wofür ist Geld da? Schuldenbremse, Soziales und Militärhaushalt – mit Stephan Kaufmann

    Der Wirtschaftsjournalist Stephan Kaufmann wird bei der Veranstaltung die Frage der Finanzierung des Sozialstaats politisch einordnen, also kurz gesagt darüber sprechen, wofür Geld da ist und wie das allgegenwärtige Spardiktat (insbesondere im Sozialen) begründet wird.
    Denn während Politiker*innen sich darin überbieten, immer neue Vorschläge zu finden, wie im Sozialen gespart werden kann, ist für Anderes Geld da – zum Beispiel für die Bundeswehr oder für Steuergeschenke an Superreiche. Eingebunden sind die Kürzungspläne fast immer in die allgemein formulierte Aussage, der Staat müsse sparen: für die Kinder, für die Zukunft, für den Erfolgt des Standorts.
    Stephan Kaufmann kritisiert die Idee, der Staat müsse haushalten »wie eine schwäbische Hausfrau« und zeigt, wie aktuelle Wirtschaftspolitik zu einer Umverteilung von Unten nach Oben beiträgt.

    Die Reihe ist eine Kooperation von Bildungskollektiv Biko, Offener Arbeit Erfurt, Rosa-Luxemburg-Stiftung Thüringen, DGB-Bildungswerk Thüringen, DBSH Thüringen, der Stadtteilgewerkschaft Erfurt-Nord und des Offenes Antifatreffens Erfurt.

  • Von Asphalt und Oasen


    Wie gerecht ist Erfurt – und was hat die Umwelt damit zu tun? Wer kann es sich leisten, hier ökologisch zu wohnen? Und wie kann ein sozial gerechtes und nachhaltiges Erfurt aussehen?

    Die Heinrich-Böll-Stiftung Thüringen e.V. und das DGB Bildungswerk Thüringen e.V. laden ein zu einem Stadtrundgang, bei dem wir diese Fragen genauer unter die Lupe nehmen. Gemeinsam erkunden wir, was der Flutgraben, das Promenadendeck und das Johannesfeld über Stadtplanung verraten. Wir fragen nach den Ursachen, die hinter Verdrängung, Ungleichheit und Hitze in der Stadt stehen.

    Aber nicht nur die Herausforderungen stehen im Fokus: in der Johannesvorstadt erkunden wir Orte und Projekte, die im Hier und Jetzt versuchen, der Klimakrise und sozialer Ungerechtigkeit in Erfurt etwas entgegenzusetzen. Das Foodprojekt in der Lasallestraße 50 und Build Share Repair erzählen uns von ihren Ideen und der konkreten Arbeit. Am Ende wollen wir diskutieren, wie wir selbst für eine gerechtere und umweltfreundlichere Stadt aktiv werden können.


    Gehstrecke und Barrieren: 3,1 km. Wir laufen größtenteils auf Straßen und befestigten Wegen, einmal entlang des Flutgrabens auf einem kleineren Pfad. Es kommen sehr kurze, steilere Stellen vor. Zwischendurch machen wir Pause bei einer Initiative. Dort gibt es die Möglichkeit, sich hinzusetzen, etwas zu trinken und zur Toilette zu gehen. Bei der Abschluss-Station können wir auch etwas essen. Bitte denkt an bequeme Schuhe, ausreichend Trinkwasser und ggf. Sonnen- oder Regenschutz – der Rundgang findet bei jedem Wetter statt.

    Start: auf dem Promenadendeck, Schmidtstedter Str. 32, 99084 Erfurt
    Ende: Build Share Repair, Magdeburger Allee 58, 99086 Erfurt

  • Ähnlich, aber anders: Zum Verhältnis von Antisemitismus und Rassismus

    Antisemitismus und Rassismus sind jahrhundertealte Formen gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit – und nach wie vor sehr präsent in unserer Gesellschaft. Aber welche Funktionen erfüllen die beiden Diskriminierungsformen? Wo gibt es Gemeinsamkeiten, wo Unterschiede? Und ist Antisemitismus Rassismus gegen Jüdinnen*Juden oder etwas ganz anderes?

    Bijan Razavi von der Bildungsstätte Anne Frank beantwortet uns diese und andere Fragen. Seid live dabei – hier geht’s zur Veranstaltung.

    Finanzierung

    Das Projekt „Connect – Vielfalt durch Teilhabe“ wird im Rahmen des Bundesprogramm „Betriebliche Demokratiekompetenz“ durch das Bundesministerium für Arbeit und Soziales gefördert und durch das Bundesamt für Flüchtlinge und Migration administriert.

  • Integration und Ausschluss in der „NS-Volksgemeinschaft“

    Die Herstellung der „NS-Volksgemeinschaft“ hatte für viele, die nicht ins nationalsozialistische Welt-
    bild passten, tödliche Konsequenzen. Der Stadtrundgang lädt anhand von sechs Orten in der Erfurter
    Innenstadt zur Auseinandersetzung mit dem Thema ein und endet rechtzeitig zu Vorstellungsbeginn
    am Theater.
    Die Teilnahme am Rundgang ist kostenlos. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, eine Aufführung der Kammeroper WEISSE ROSE zu besuchen, Theaterkarten gibt es hier.

    Veranstaltet vom DGB-Bildungswerk Thüringen e.V. im Rahmen des Projekts „Du und Ich statt Die und Wir“, finanziert aus Mitteln des Thüringer Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur (TMBWK).