Geteilte Erinnerung? Lokalgeschichtliche Perspektiven auf den Nationalsozialismus in Thüringen und Hessen

Teil 2: Frankfurt
Gesellschaftspolitik
14. – 15. August 2026
Frankfurt/M.
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Nach der Befreiung vom Nationalsozialismus 1945 entwickelten sich nicht nur die Gesellschaft und die Wirtschaft in beiden Deutschen Staaten unterschiedlich, auch die Erinnerung an den Nationalsozialismus war sehr unterschiedlich.
Seit der Vereinigung von Ost und West zu einem Staat im Jahr 1990 gibt es zwar nur noch eine staatliche Erinnerungspolitik, die lokale Erinnerungskultur und -praxis ist vor Ort aber immer noch von den unterschiedlichen Entwicklungen und gesellschaftlichen Diskursen geprägt.


Im Seminar wollen wir den Unterschieden und Gemeinsamkeiten in den lokalen Diskursen über die Geschichte des Nationalsozialismus auf den Grund gehen. Beispielhaft in Erfurt (Thüringen) und Frankfurt (Hessen) wollen wir die lokale Geschichtsarbeit erkunden. Die Teilnehmenden sollen die Möglichkeit haben, die eigenen Perspektiven zu reflektieren und die Bildungspraxis in der anderen Stadt kennen zu lernen, wobei ein Schwerpunkt auf der Geschichtsvermittlung mithilfe des Mediums der öffentlichen Stadtrundgänge liegen soll.


Das Doppelseminar richtet sich an alle Interessierten, die sich im lokalen Kontext für die Geschichte des Nationalsozialismus interessieren und/oder selbst ehrenamtlich in der historisch-politischen Bildungsarbeit aktiv sind. An jedem Seminar können insgesamt 13 Personen teilnehmen (8 Angereiste und 5 von vor Ort). Die Teilnahme an beiden Seminaren ist wünschenswert, aber keine Voraussetzung. Beide Seminare können auch unabhängig voneinander besucht werden.

Die Anreise erfolgt in der Gruppe. Anmeldungen unter: quer@dgb-bwt.de

Die Kosten für das Seminar werden übernommen, die Teilnehmerzahl ist begrenzt.

Programm

Freitag, 14.08..2026

16:50 Uhr gemeinsame Abreise Hbf Erfurt

18:56 Uhr Ankunft Hbf Frankfurt/M.

19:30 – 21:00 Uhr Kennenlernen, Einstig ins Thema

Samstag, 15.08.2026

9:00 – 12:30 Uhr Frankfurt im Nationalsozialismus: Einführung, Rundgang durch Preungesheim auf den Spuren von Alfred Marchand, gemeinsame Auswertung

12:30 – 14:00 Uhr gemeinsame Mittagspause, Transfer

14:00 – 17:00 Uhr Stadtrundgang durch Frankfurt zur NS-Geschichte, Reflexion Stadtrundgang als Methode

17:00 – 17:45 Uhr: Seminarauswertung und Reflexion. Ausblick Stolpersteinverlegung für Alfred Marchand 2027

18:15 Uhr gemeinsame Abreise

20:27 Uhr Ankunft Hbf Erfurt

Ansprechpersonen

Frank Lipschik
Bildungsreferent
Deutsch , Englisch

Anerkannter Träger der Bundeszentrale für politische Bildung