Zwang&Arbeit. Spurensuche in Erfurt

Das Projekt Zwang&Arbeit lädt junge Menschen dazu ein, sich in Erfurt dem Thema Arbeit aus historischer und gegenwärtiger Perspektive zu nähern. Im Mittelpunkt steht „Arbeit“ als zentraler Bestandteil nationalsozialistischer Ideologie und Herrschaft: von Arbeit als vermeintlichem „Ehrendienst am Volk“ über Zwangsarbeit bis hin zur Vernichtung durch Arbeit.

Auseinandersetzung mit lokaler Geschichte

Erfurt wird zum konkreten Lern- und Umsetzungsort. Der Ansatz einer lokalgeschichtlichen Bildungsarbeit verbindet sich dabei mit einem besonderen Fokus auf bislang wenig beachteten Verfolgtengruppen wie den Menschen, die als sogenannte „Asoziale“ verfolgt und erst 2020 vom Deutschen Bundestag anerkannt wurden. Ihre Geschichte eröffnet im Projektrahmen neue pädagogische Zugänge zur Auseinandersetzung mit der NS-Vergangenheit.

Peer-to-Peer-Ansatz

Herzstück des Projekts ist der Peer-to-Peer-Ansatz: Junge Beschäftigte, gewerkschaftlich Engagierte, FSJler*innen/FÖJler*innen, Auszubildende, Studierende und Interessierte werden selbst zu Gestalter*innen historischer Bildung. In einem begleiteten partizipativen Prozess erarbeiten sie auf Grundlage historischer Quellen einen Projekttag, einen Multimediaguide und Audiobeiträge. Anschließend geben sie ihr Wissen als Multiplikator*innen weiter und werden bei der Durchführung eigener Projekttage begleitet.

Solltet Ihr an der Mitarbeit im Projekt oder an der Buchung eines kostenfreien Projekttages Interesse haben, meldet Euch gern unter info@dgb-bwt.de

Henrieke Rüße
Projektreferentin
DGB-Bildungswerk Thüringen e.V.
Schillerstraße 44, 99096 Erfurt

Das Projekt wird aus Mitteln des Bundesministeriums der Finanzen (BMF) gefördert und im Rahmen des Förderprogramms Bildungsagenda NS- Unrecht von der Stiftung Erinnerung, Verantwortung und Zukunft (EVZ) umgesetzt.

Gefördert durch:

Aufgrund eines Beschlusses
des Deutschen Bundestages